Aufsatz 
Naturwissenschaft, Glaube, Schule / von J. Berger
Entstehung
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wir endlich von der Mechanik der Dampfmaſchine zu jener Mechanik des Himmels, die, jetzt noch als Kunſtwerk betrachtet, von einem Meiſter herſtammt, der von derſelben Natur, mit der jetzt das Kunſtwerk in Eins zuſammenfällt, geſchaffen, unendlich vollkommen iſt, der den Anſtoß zu ihrer Bewegung gegeben hat und die Be⸗ dingungen zu ihrem Fortbeſtehen und zum Beſtehen ihrer Theile unterhält. Voltaire hat geſagt:Wenn es keinen Gott gäbe, ſo müßte man einen erfinden. Wenn die Natur nicht von einem Gott erſchaffen worden wäre, ſo müßte ſie einen erſchaffen haben.

Reinlichkeit und Mäßigkeit erſcheinen als ſtrenge Forderun⸗ gen der Natur.

Ein Blick auf die Geſchichte unſerer Wiſſenſchaft, z. B. auf die Erfindung der Telegraphen, deren Leiſtungen jeden Unkundigen, dem man ohne vorherige Einführung und Erläuterung davon er⸗ zählt, zu ungläubigem Kopfſchütteln veranlaſſen, auf die Dampf⸗ maſchine, welche man früher als eine verrückte Idee zu bezeichnen beliebte, auf die Photographie und viele andere Erfindungen über⸗ zeugen uns lebhaft von der Wahrheit des von Arago ausgeſpro⸗ chenen Satzes:Wer außer dem Bereich der Mathematik das Wort unmöglich ausſpricht, iſt aller Einſicht baar.(Celui qui, en dchors des mathématiques pures, prononce le mot impossible, manque de prudence. Annuaire 1858, 445.

Ein gründlicher Blick auf die Vorgänge des organiſchen und unorganiſchen Lebens, an denen wir mit Gleichgiltigkeit vorüberzu⸗ gehen gewohnt ſind, zwingt uns mit Leſſing's Nathan anzuerkennen:

Der Wunder höchſtes iſt, Daß uns die wahren rechten Wunder ſo Alltäglich werden können, werden ſollen.

Die Naturgeſchichte bietet eine Menge von Anhaltspunkten dar, die ohne Schwierigkeit aufgefunden werden können, die aber gewöhnlich in ſehr geringem Maße und ganz oberflächlich berührt werden. Es ſind hierher insbeſondere ſehr viele Analogien zu rechnen. So z. B. ſucht Butler bekanntlich die Wahrſchein⸗