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Beweis dafür, daß Jemand klar und folgerichtig gedacht habe, und daß ſeine Methode jedenfalls nicht zu verachten ſei; die Reſul⸗ tate der paar letzten Jahrhunderte, gegenüber denen von mehr als einem Jahrtauſend, ſprechen alſo ganz entſchieden aus, daß man nicht unklar, nicht falſch verfahre, wenn man naturgemäß von der Anſchauung zur Vorſtellung, ven dieſer zum Begriff und zum Urtheil aufſteige. Was iſt nun ein„klares, richtiges, folgerechtes Denken?“ Wir hatten ferner geglaubt, wenn ſich der Naturforſcher mit der Anſchauung der Materie oder vielmehr der Erſcheinungen an ihr, als erſter Bedingung viſſenſchaftlicher Erkenntniß, beſchäf⸗ tige, ſo ſei eigentlich ſein Zweck, ſein einziger Zweck, das Walten jenes Geiſtes zu erforſchen, der der Materie das Geſetz und den Geiſtern die Freiheit vorſchreibt. Werden auf dieſe Weiſe höhere Beſtrebungen verdrängt? Liegt's vielleicht darin, daß die Natur⸗ wiſſenſchaften den Wohlſtand fördern und dieſer nun die nächſte Veranlaſſung zu der Klage gibt? Aber warum klagt man dann nicht die Bildung überhaupt an? Ich meine, die Geſchichte gäbe Anhaltspunkte genug dazu. Wenn man ähnlich wie Paſſavant be⸗ hauptet, daß ausſchließliche Beſchäftigung mit der Naturwiſſenſchaft zu einer Einſeitigkeit führt, die alles mit der Wage und dem Maß⸗ ſtab ausmeſſen will; ſo können wir zugeben, daß Einſeitgkeit, wie nirgends, ſo auch hier nicht taugt; wir müſſen aber nach dem früher Dargelegten entgegenſtellen, daß eine Einſeitigkeit auf unſe⸗ rem Gebiete alles andere, nur den Materialismus nicht herbei⸗ führen könnte, weil der Naturforſcher durch Wägen und Meſſen zur Wahrheitsliebe, Gerechtigkeit, Beſcheidenheit geführt, ſich für ohnmächtig erklärt, wo ihn dieſe ſeine Verbündeten nicht mehr unterſtützen können; daß er ſonach die Berechtigung, di⸗ Verpflich⸗ tung, die unabweisbare Nothwendigkeit fühlt, vor dem Reich des Geiſtes ſtehen zu bleiben, während der Pfuſcher erſt da ſein hoch⸗ fahrendes Werk beginnt, wo er keine Controle mehr hat und wäh⸗ rend anmaßende Oberflächlichkeit das, was die Erfahrung nicht unmittelbar zu greifen, die exakte Wiſſenſchaft nicht zu erreichen vermocht, als nicht vorhanden bezeichnet.


