Aufsatz 
Naturwissenschaft, Glaube, Schule / von J. Berger
Entstehung
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lichen Geiſtes. Da nun gleich die Naturkunde in Verdacht kommt, ſo bemerken wir vorläufig, daß dieſe kein Reſultat als richtig und ſicher aufſtellt, wenn es nicht durch das Experiment, die Beobachtung oder die Rechnung allſeitig begründet und unum⸗ ſtößlich feſtgeſtellt iſt. Da ferner Büchner ein Naturkundiger iſt, ſo wird er obige Behauptung wohl durch Beobachtung oder Rech⸗ nung feſtgeſtellt haben. In dem nächſten Kapitel haben wir aber eine große Anzahl von Männern aufgezählt, die man ſonſt als Naturkundige oder beſſer als große Naturforſcher kannte, die ſich aber alle der Transſcendenz ſchuldig gemacht haben. Wir werden ſie alſo fortan als zahlreiche Ausnahmen von Büchners Regel, alsverirrte menſchliche Geiſter bezeichnen, oder aber an⸗ erkennen müſſen, daß er ſelbſt ausnahmsweiſe in eine Verirrung hinein gerathen iſt, wenn erder Naturkundige, ſtattder Ma⸗ terialiſt ſetzte. Den ſo vielen derartigen Betrachtungen zu Grunde liegenden Gedanken:Was ich nicht kenne, exiſtirt nicht! muß übrigens jedermann als eine Verirrung des materialiſtiſchen Geiſtes betrachten.

Es fehlt aber nicht nur jeder Erfahrungsgrund da⸗ für, ſagt der Arzt Czolbe in ſeiner neuen Darſtellung des Senſualismus, Seite 145,daß Materie und Raum entſtanden ſind, verändert und zerſtört werden können, man kann ſich davon auch durchaus keinen Begriff machen;... deshalb müſſen wir Materie und Raum ebenſo wie die durch die Materie beding⸗ ten mathematiſchen Axiome für ewig halten. Das Buch iſt zum Glücke anno 1855 geſchrieben. Wäre es vor 1820 dageweſen, ſo hätten wir jetzt keine Telegraphen; man hätte ſie ja aus dem Mangel eines Erfahrungsgrundes und eines Begriffes davon, klar als unmöglich erwieſen. Haben wir denn einen Erfahrungs⸗ grund dafür, oder können wir uns einen Begriff davon machen, daß Materie und Raum nicht entſtanden, daß ſie ewig ſind?

Dr. Eduard Löwenthal beginnt in ſeinem Syſtem des Naturalismus folgendermaßen:

§. 1. Was kein Ende hat, kann keinen Anfang haben.