Aufsatz 
Die märchenhaften Bestandtheile der homerischen Gedichte / Bender
Entstehung
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Reiter über Berg und Fluss hochaufsteigend dahinfliegt. Mag man den Kniefall des Thieres, den man jetzt im Circus nur als Dressurkunststück beklatscht, bei dem Nigromanten Joh. Faust ¹) für Teufelswerk gehalten haben: in diesem schlichten Märchenzug liegt der unverfälschte Reiz poetischer Natur- betrachtung, der schliesslich ja auch in der Annahme vom Reden der Thiere ursprünglich uns entgegen- tritt. Reden wir nicht auch mit unsern Hunden, Katzen, Vögeln und glauben in ihren Tönen eine Antwort zu finden? Und der oft verlachte Fuhrmann, der auf offener Strasse mit seiner müden Mähre lange und tiefsinnige Gespräche zu führen pflegte, war jedenfalls ein liebevollerer und vielleicht verständigerer Naturfreund als die Meisten der ihn umstehenden Lacher.

IV. Die Mahlzeiten der Aethiopen.

Die homerischen Gedichte thun der Aethiopen, wenn ich nicht irre, fünfmal Erwähnung. Il. 4 419 ff. verspricht Thetis ihrem gekränkten Heldensohne einen Bittgang zu Zeus; aber er müsse sich noch ein wenig gedulden, sagt sie, 423. Zed ydo& Qxεαανινꝙνενν(οινονισ dεσονταά I9εοσ εέιν ¶ᷣeα dr, od d'deτναα πάννε ππτοωνππο am zwölften Tage aber werde er zurückkehren und dann wolle sie das Ihrige thun. In Il. P bringt die hurtige Iris den in Zephyros' Wohnung beim Schmaus sitzenden Winden des Achilleus Gelübde in Betreff der Verbrennung von Patroklos' Scheiterhaufen. Die Winde wollen sie zum Sitzen ein- laden; sie aber antwortet 205. 00 ½ 80os siut ydο αάα εέmι˙νο HDxεανοσνο εεανοα A1ννπιυηνsðςα mσυπαααν, νι εεεσουνσσν εeκαανιμασσς Aακηαένιεσ, ιαα ⁶ ταm—εχeε uευναᷣeασοσμνσα ̈ισν. Gleich am Anfang der Odyssee erfahren wir, wie die Götter dem irrenden Helden gesinnt sind. Nur Poseidon ist in seinem Zorne unersättlich, und deswegen warten die übrigen Olympier— mehr schlau als götterwürdig— die gute Gelegenheit ab, in seiner Abwesenheit etwas für ihren Schützling zu thun. Da heisst es nun Od. α 22: dâd ν εν dανεοαας uέηεᷣαε ενιιν ⁵εοννιαια— Aio*τας, νο ⸗⁵ꝛ‿ dedacercr, ⁸oνααντο ꝛ⁴ορν 0 ½ εένφ ꝙeυασοσιμ̈νοινηνερ⁵ονοε, o d'νονιο— dνννυπνν mπαάιουνσ α αννέιν εᷣeτανννε. Und wie der Arme schon dem Lande der Phäaken nahe genug ist und nun endlich nach siebzehn- tägiger Fahrt wieder zu redenden Menschen zu kommen hoffen darf, da steigt wie die verderbende Gewitterwolke aus dem Meere sein Feind auf: * 282. 10„ νε A1loονντoνμντꝙQρνμοσυν½●ινννοω⁵ν⁴ωωνν 11169e εν& TOAu,⁴μόυμνςp⁶σςσσισσε⁷⁴⁶e'ν Endlich erwähnt Menelaos in dem Bericht von seinen Irrfahrten gelegentlich auch der Aethiopen (à 84 Aliας ν⁵ομ) in Verbindung mit Aegyptiern, Sidoniern und Erembern, ohne jedoch étwas Charakteristisches von ihnen anzuführen. Was erfahren wir aus diesen Stellen? Nichts weiter, als dass die nach der Ansicht des Dichters in zwei Gruppen, im Osten und im Westen, am Okeanos wohnenden„Männer mit verbranntem Gesicht“ bei den Göttern, denen sie frommgesinnt fette Opfer darbieten, höchst beliebt sind, dass

¹) Joh. Gast, Sermones convivales. Basileae 1554. Tom. II pag. 274.