wir enttäuscht werden! Schalkhaft bietet uns die hellenische Muse eine Hand voll Fabeln dar, Märchen nicht Eins, nur ein paar Scherben, die die Schüssel vermuthen lassen. Doch sehen wir uns diese nur einmal genauer an. Wenn in des Euripides„Rasendem Herakles“ Amphitryon der Megara die über des Vaters Abwesenheit betrübten Kinder in folgender Weise zu beruhigen räth: v. 98. a ννσωυσσνε ac daανισνυοοoνςα Ʒηνν Trhiyde dmioe α eςeν,ε öyονε, 2ᷣ‿τοωυσαα εινισοα ςνονα τχαμοστs ασς.;
wenn in der köstlichen Scene zwischen Bdelykleon und Philokleon in Aristophanes' Wespen auf des Ersteren Frage, ob Philokleon in Gegenwart gelehrter Leute ctwas Gescheites vorzubringen sich ge- traue, Dieser bejahend antwortet und in der Folge gar schöne Mittheilungen verheisst:
v. 1176. BAE. iνα r⁴⁶m ενοε IA. 4ods cνν. 7r00010„ Hεν½ αςϊ¶q⁷ᷣ 1ãνμ³ αdοιοσν ⁸εμmριέ⁴ετο,) Erretr ˙ ς KMοimννπννιoννυν,. BAE. ui m⁷ s νιοα, d νυνἀeνρππ⁵ενουν Oloue 1syoεμεν εμααεασσα ος ταιmO»xxicν DLt. S ρο‿ rolvv 1υνꝙ&—ε*πeνν zeν oxlcn 6xOν, dc OSr ron Ads l„œl. BAE. ³⁴σκαs zdπαάdντν, Osoysννε εφα 1„%*οπαπꝓσ 2α εάνιαα 2ο⁶οοονννενοο, ude xœ ναo ες‿εεςα 1ες̈ꝓνένιενειυν ³ςν so belehren uns beide Stellen zweifellos darüber, dass bei Kindern und gemeinen Leuten derartige un*οια(denen wir bei aller Skepsis Verwandtschaft mit dem, was wir Märchen nennen, nicht bestreiten werden) beliebt und wirkungsvoll waren; und der Menschenkenner Aristophanes, der so oft direkt aus dem Volksleben geschöpft, würde ganz gewiss ebenso wenig den geschwätzigen Nichtswisser seine be- absichtigte Erzählung mit ⁷ττεν ο) beginnen lassen, wenn nicht dieser Anfang schon damals der stereotype für ähnliche„Aνιϑοιιι ꝓςewesen wäre, als er dem Bdelykleon die verächtlichen Worte in den Mund gelegt hätte, wenn nicht wie heutzutage schon im alten Griechenland die„Gebildeten“ es ver- schmäht hätten, Märchen zu hören und zu erzählen. Mütter und Ammen sind stets die eigentlichen Hüterinnen des Märchens*) gewesen, und auch ohne im Einzelnen zu wissen, wie nun die vorliegenden Stoffe in Athen u. s. w. verarbeitet worden sind, dürfen wir aus inneren Gründen, aus der subjektiven Natur des Weibes und aus der bestimmten Begrenzung, die das Auffassungsvermögen des Kindes der jedesmaligen Erzählung vorschrieb, immerhin mit grosser Wahrscheinlichkeit schliessen, dass jene uνϑοι weder mythologisch noch im Fabelsinne, sondern wirklich märchenhaft gehalten waren ⁴). Welcker freilich ist anderer Ansichtꝰ). Trotzdem er(Götterlehre I, 109) eine echt märchenhafte Stelle aus dem Plutarch anführt, spricht er dem griechischen Geiste die Kindlichkeit ab, die durch das deutsche,
¹) Ich führe die Stelle ganz an, weil sie einer Gespenstergestalt Erwühnung thut, die bis auf den heutigen Tag im griechischen Volksleben und Märchen eine merkwürdige Rolle spielt, die Lamia, jetzt Lamnissa(vgl. B. Schmidt, Gr. M. Nr. 5); über sie s. Schmidt, Volksleben der Neugriechen I, 133 ff.
²) Wie auch im neugriechischen und deutschen Volksmärchen.
³) Einige treffende Bemerkungen hierüber bei M. Müller, Essays. II. Abth. XXII und XXIII.
⁴¹) Die u. A. von B. Schmidt, Griech. M. S. 12, Anm. 2. 3. 4 weiter beigebrachten Stellen Plat. Gorg. p. 527 A; Rep. I, p. 350 C; Plut. Thes. 23; Philostr. Heroicus I, 1(uab zuœτsεαννιοvνε u ν réεr aoοeνes æd *παςοα væt i ræ‿ ναeνοσαα εmονο ενιος α) mögen hier nur erwühnt sein.
⁵³) Welcker, Götterlehre I, 107.


