Geschichte und Georgraphie, 3 St. wöchentl.
Nach Pütz's Grundriss der Geographie und Geschichte der alten Zeit,
Im Sommersemester: Die Geographie Griechen- lands; die Geschichte des griechischen Volkes und des macedonischen Reichs. Kartenzeichnen.
Im Wintersemester: Die Geographie Italiens; Geschichte der Römer bis zum ÜUntergang des weströmischen Reichs. Kartenzeichnen.
Bellinger. 2
Arithmetik, 2 St. wöchentlich.
Quadratische Gleichungen, arithmetische und geometrische Reihen. Zinseszinsrechuung. Imma- ginäre Grössen in geometrischer uud analytischer Behandlung. Cubische Gleichungen.
F. Henrich. Geometrie, 3 St. wöchentlich.
Ebene und sphärische Trigonometrie mit vielen
Beispielen und Anwendungen. PF. Henrich. Darstellende Geometrie, 2 St. wöchentlich. Die Projection begrenzter räumlicher Gebilde. Im Sommer Hildenbrand. Im Winter Unverzagt. Naturgeschichte, 1 St. wöchentlich.
Krystallographie.
F. Henrich. Physik, 1 ½ St. wöchentlich.
Die Abschnitte über die galvanische Electrici- tät, die Inductionselectricität, die Thermoelectrici- tät und die atmosphärische Electricität; die Lehre vom Schall.
Greiss. Mechanik, 1 ½ St. wöchentlich.
Die Statik fester Körper und die Dynamik fe- ster Körper bis zur Pendelbewegung.
Greiss. Chemie, 4 St. wöchentlich.
Stöchiometrie mit Uebungen im Berechnen stö- chiometrischer Aufgaben. Electrochemie. Sodann die speciellere Chemie der Amphigene(Sauerstoff und Schwefel), der Halogene(Chlor, Brom, Jod, Fluor, Cyan, Ferrocyan, Ferridcyan und Rhodan) des Phosphors, Arseniks, Antimons und Stick- stoffs nach Casselmann's Leitfaden Curs. II.
Casselmann. Technologie,(facultativ), 2 St. wöchentlich. Combinirt mit Klasse l. Casselmann.
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Freies Zeichnen,(facultativ) 3 St. wöchentlich Combinirt mit Klasse I. A. de Laspée.
Gesang, 1 St. vwöchentlich. Im Sommer Christ; im Winter Schmidt.
Klasse I.
Ordinarius von Oberprima; Professor Greiss; von Uuterprima: Prof. GCasselmann.
Deutsche Sprache, 3 St. wöchentlich.
Gelesen wurden: Schiller's Wallenstein und die Braut von Messina.— Literaturgeschichte: von Opitz bis zum Anfange unseres Jahrhunderts. Inhaltsangabe und Proben aus den bedeutendsten Werken aus dieser Zeit. Vielfache Declamations- übungen und Uebungen im freien Vortrag über aufgegebene Themata, meist literargeschichtlichen Inhalts.— Uebungen im Disponiren.— Themata⸗ der monatlichen Aufsätze.— Die Gefahren des Reichthums.— Göthe's Gedicht: Der Schatzgrä- ber.— Die Biene steht dem Feinde ritterlich, weil sie allein nicht ist, sie fühlt ihr Volk in sich.— Dass wir Menschen nur sind, der Ge- danke beuge das Haupt dir; doch dass Menschen wir sind, hebe dich freudig empor.— Das Schiff auf dem Meere verglichen mit dem Menschen.— Durch welche Gründe suchte die Gräfin Terzky Wallenstein zum Abfalle von dem Kaiser zu be- wegen.— Worauf hat man bei der Wahl eines Lebensberufes zu achten(Klassenarbeit).— Mor- genstund' hat Gold im Mund.— Ungleich ver- theilt sind des Lebens Güter etc.— Aus Schil- lers Glocke: Von der Stirne heiss etc.— Woraus erklärt sich die Anhänglichkeit an unseren Ge- burtsort.—
Ebenau. Lateinische Sprache, 3 St. wõchentlich.
Wiederholung der wichtigsten grammatischen Regeln und Einübung derselben durch häusliche und Schulexercitien nach dem Uebungsbuch von Spiess und Dictaten. Aus dem Lateinischen ins Deutsche wurde das zweite Buch des Livius übersetzt, ferner Virgil. Aen. I. 1— 305. Privat- lectüre: Das bellum jugurth. von Sallust und ci- ceronische Reden.
Bellinger,


