Französische Sprache, 4 St. wöchentlich. I. Gelesen wurde die Iphigénie v. Racine u. Louis XI. von Delavigne, ausserdem Bruch- stücke aus Les fondateurs de l'astronomie moderne von Bertrand. In der Grammatik wurden die wichtigsten Regeln nach dem zweiten Curs. von Plötz repetirt. Exerc. nach Fränkel's Anthologie und nach Plötz' Formenlehre und Syntax der französischen Sprache. Unverzagt. Englische Sprache, 3 St. wöchentlich. Gelesen wurde Shakespeare's Julius Cæsar und eine Reihe prosaischer Stücke und Briefe aus Lüdecking's Englischem Lesebuch II. Theil. Exercitien aus Lessing's Minna von Barnhelm und Briefe nach Dictaten. Stellen aus Shakespeare und Gedichte aus dem Lesebuch wurden memo- rirt. Ebenau. Religion, 2 St. wöchentlich. a. Protestanten: Einleitung in die Glaubens- lehre; Glaubenslehre. Im Sommer: Dietz.
Im Winter: Conrady. b. Katholiken: Nachweis und Erklärung der christlichen Glaubenswesenheiten von der Schô-
pfungslehre bis zu Ende. Caplan Tripp. Geschichte, 3 St. wöchentlich.
Ia. Neuere Geschichte und kurze Repetition der alten und mittleren; nach Püt z's Grundriss der Geographie und Geschichte.
Im Sommer: Hildenbrand. . Im Winter: Bellinger.
Ib. Geschichte der Staaten Europa's von der Reformation bis zum Ausbruch der französischen Revolution. Repetirt wurde die Geschichte des Mittelalters. Im Sommer: Ebenau.
Im Winter: Braun. Mathematik, 5 St. wöchentlich.
Ib. Die Lehre von den Kegelschnitten nach analytischer Methode. Die wichtigsteu) Sätze aus der Lehre von den höheren Gleichungen.
Ia. Im Sommer: Differentialrechnung und ihre Anwendung zur Ermittelung des Werthes vieldeutiger Ausdrücke, zur Bestimmung der Ma- xima und Minima der Functionen, zur Entwicke- lung der Functionen in Reihen, sowie zur Unter- suchung ebener Curven.
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Im Winter: Aus der Integralrechnung die Her- leitung und Einübung der wichtigsten Integral- formeln, nebst Anwendung derselben zur Quadra- tur und Rectification ebener Curven, sowie zur Cubatur und Complanation räumlicher Gebilde. Einiges aus der Lehre von den bestimmten Inte- gralen und von der Integration der Differential- gleichungen. Die Lehre von der Lösung höherer numerischer Gleichungen. Ein Theil der Stunden wurde zur Repetition früher durchgenommener Abschnitte und zur Lösung von Aufgaben benützt.
Unverzagt. arstellende Geometrie, 2 St. vöchentlich.
Ib. Die Projectionen des Schnittes krummer Flächeu mit Ebenen.
Ia. Im Sommer: Licht- und Schattenlehre.
Im Winter: Die Projectionen des Schnittes krum- mer Flächen unter einander.
Im Sommer Hildenbrand. Im Winter Unverzagt. Naturgeschichte, 2 St. vöchentlich. Mineralogie: La. Im Sommer die Metalle, die
Schwefeb- im Winter
Gesteinslehre.
Ib. Im Sommer: Die Oxyde, die Silikate von der Formel K0 SiOz, im Winter die Feldspathe, die Zeolithe und die Metallsalze.
D
und Arsenverbindungen,
Henrich. Physik, 2 St. wöchentlich.
Die Lehre vom Licht mit Einschluss der Ca- pitel von der Interferenz, der Polarisation, der doppelten Brechung und der chromatischen Pola- risation. Greiss.
Mechanik, 2 St. wôchentlich.
La. Hydrostatik; Hydrodynamik; Aerostatik; Aerodynamik; die Lehre von den vorzüglichsten nydraulischen Umtriebsmaschinen; die Gebläse, Schornsteine und Windräder..
Ib. Pendelbewegung; Bewegungshindernisse; mechanische Arbeit; Trägheitsmomente; Nutzef- fectsberechnungen, und aus der Maschinenlehre das Capitel von den Zwischenmaschinen.
Greiss. Chemie, 3 St. wöchentlich. a. Theoretischer Theil. 1 St. Facultativ. Repetition und Ergänzung der organischen
Chemie. Casselmann.


