Aufsatz 
Zur Geschichte des realistischen Schulwesens in dem vormaligen Herzogthum Nassau : vom Jahre 1817 bis 1861 incl. eine historische Skizze / Bellinger
Entstehung
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Geometrie, 3 St. wöchentlich.

Im Sommer: Wiederholung aus der Planimetrie, insbesondere der 1. Abschnitt von Müller's Lehrbuch der Geometrie.

Hildenbrand.

Im Winter: Die Sätze über das Parallelogram, Verwandlung der Figuren, Kreislehre, Aehnlich- keitssätze. Flächenberechnung, nebst zahlreichen geometrischen Constructionsaufgaben.

F. Henrich. Naturgeschichte, 2 St. wöchentlich.

Im Sommer: Botanik.

Im Winter: Zoologie.

Henrich(Bremme). Physik, 2 St. wöchentlich.

Die allgemeinen Eigenschaften der Körper, die besonderen Eigenschaften derselben in den ver- schiedenen Aggregatzuständen, die Lehre vom Magnetismus, und von der Electricitätslehre den Abschnitt von der Reibungselectricität und den Anfang des Abschnitts von der galvanischen Elec- tricität.

Greiss. Chemie, 3 St. wöchentlich.

Die ersten Anfangsgründe der Chemie nach

Casselmanns Leitfaden Curs. I. Casselmann. Zeichnen, 2 St. wöchentlich.

Erklärung der Grundsätze des Planzeichnens. Uebungen im Schraffiren. Ornamentenzeichnen nach Vorlagen und nach Gyps.

A. de Laspée.

Gesang, 1 St. wöchentlich. Im Sommer Elementarlehrer Christ. Im Winter Elementarlehrer Schmidt.

Klasse II.

Ordinarius: Professor Bellinger.

Deutsche Sprache, 3 St. wöchentlich. Wiederholung und Erklärung wichtiger gram- matischer Regeln; die Hauptlehren der Metrik, der wichtigsten Versmasse und Dichtungsartan. Aus dem Lesebuch von Masius wurden prosa- ische und poetische Stücke gelesen und nach Form und Inhalt erläutert, die poetischen memo- rirt. Uebungen im mündlichen Vortrag. Monat-

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lich wurde ein Aufsatz gefertigt, 3 davon in der Schule. Bellinger. Lateinische Sprache, 5 St. wöchentlich.

Im Sommersemester: a. Lectüre in 3 St.- chentlich: Ciceros Reden für den König Dejota- rus und für Ligarlus; b. Grammatik: die Lehre von den Zeiten, der Folge der Zeiten und An- fang der Moduslehre; zur Einübung der gramma- tischen Regeln: wöchentlich ein exercitium do- mesticum nach Spiess' Uebungsbuch und alle 14 Tage ein exerc scholasticum nach Dictaten. Privatlectüre: Cæsars Commentt.

Im Wintersemester: a) Lektüre in wöchentl. 3 St.: Die erste und zweite Rede Ciceros gegen Catilina; aus Ovids Metamorphosen: die Grün- dung Thebens durch Kadmus, Niobe und die Verwandlung phrygischer Bauern in Frösche. Privatlectüre wie im Sommer.

Bellinger.

b. Grammatik: Die Moduslehre. Exercitien nach dem Uebungsbuch von Spiess. Extempo- ralien nach Dictaten. Repetirt wurden einzelne Capitel aus der Syntaxis der Casus.

Braun. Französische Sprache, 4 St. wöchentlich.

Nach kurzer Repetition der früheren Abschnitte wurden die Abschn. 4, 5 und 6 aus Plötz Schul- grammatik II. Curs durchgenommen; die deut- schen Uebungen alle schriftlich übersetzt, wöch. ein Exercitium corrigirt. Gelesen wurden aus Lüdecking's Französischem Lesebuch II. Theil eine Reihe prosaischer Stücke und viele Gedichte; letztere wurden zum gröõssten Theile auswendig gelernt.

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Ebenau. Englische Sprache, 3 St. wöôchentlich.

Lectüre und grammatische Erklärung der Lese-

stücke aus Lüdecking's englischem Lesebuch

I. Theil von pag. 1 98; zu Exercitien aus dem

Deutschen ins Englische wurde Ahn's dritter

Cursus benutzt; auch wurde eine Anzahl engli- scher Gedichte auswendig gelernt.

Greiss. Religion, 2 St. wöchentlich. Protestanten: combinirt mit III. Dietz. Conrady.

Katholiken: combinirt mit III. Tripp.