Aufsatz 
Glaziale Erscheinungen im Odenwald
Entstehung
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groben Buntsandsteinschotter mit mehr oder weniger eckigen und runden Geröllen, die durch eine geringe Menge von sandigem Lehm verkittet sind, findet man unter Löss, Sandlöss und Laimen auch hinter der Kirche von Sandbach bei Neustadt..

29. Rimhorn- und Fürstengrund. Das Tal des Breitenbachs, ein Nebental der Mümling, auf- wärtsgehend gelangen wir nach Rimhorn. Dort ſinden wir eine alte Mulde mit einer mächtigen glazialen Ablagerung ausgefüllt. Eine ganz analoge Erscheinung, die mit dieser zusammen beschrieben werden soll, ſinden wir in dem Quellgebiet eines bei König in die Mümling ein- mündenden Nebenbaches, bei Fürstengrund. Gewaltige Massen von Buntsandsteinmaterial erfüllen an beiden Orten 10 15 m tief die alten Mulden und sind durch die heutigen Bäche, deren Sohle nur 3 5 m breit ist, ausgerissen. Das Material der Gebilde zeigt keine oder nur geringe Schichtung und stellt eine Packung wirrer Buntsandsteinschollen und-Blöcke und kleiner scharfkantiger Brocken dar, welche durch ein sandig-toniges Bindemittel fest verkittet sind. In dem Bindemittel oder der Grundmasse dieser Gebilde sind zahllose kleine Sandsteinbröckchen und ⸗Splitterchen eingefügt. Das Gebilde ist älter als Löss und Lehm, von denen es über- lagert worden ist; es unterscheidet sich durch seine Struktur und feste Packung wesentlich von dem allgemein verbreiteten Abhangsschutt an den Gehängen der Buntsandsteinberge. Während dieser unterhalb hoher, steiler Rücken am mächtigsten zu sein pflegt, ist das grundmoränen- ähnliche Gebilde in einem Gebiet erhalten, dessen höchste Erhebungen wenig und mit ganz flacher Böschung hervorragen.

Zum Vergleich führte Vogel, der diese Gebilde aufgefunden und beschrieben hat, 2 Schlammanalysen von einem Verwitterungsboden des Bundsandsteins und vom Material des glazialen Gebildes, welche beide bei Rimhorn entnommen wurden, aus. Dieselben ergaben:

Moränenartige Grundmasse Verwitterter Sandstein aus dem bei Steinbruch bei Rimhorn: Rimhorn: grosse Körner von 25 mm= 6% 21,30% mittlere 0,052= 25,96% 67,55% kleinste 0,01 0,05 67113% 11,30% 100,19% 99,9%

Hieraus ergibt sich(ähnlich der früher angeführten Analyse) die grosse Verschieden- heit beider Bildungen.

30. Pfirschbach. Auch im Flussgebiet der linken Nebenflüsse der Mümling ist noch ein wichtiger Aufschluss zu beschreiben. Westlich von Höchst im Odenwalde am Wege von Pfirschbach nach Hassenroth tritt gerade an der Grenze des Buntsandsteingebietes gegen das krystalline Grundgebirge unter einer hier vielleicht dejektiven Lössdecke beim Aufwärts- steigen auf der Eck'schen Konglomeratzone des mittleren Bundsandsteins und kleinen Resten von gelbem oder weissem Pliozänsand und gelbem oder braunem Pliozänton eine bis 3 m mächtige glaziale Ablagerung in einem Hohlwege zu Tage. Diese besteht auch hier aus vorwaltendem Buntsandsteinmaterial, enthält aber zahlreiche, bis ½¼ m grosse Schollen eines stark verwitterten, von Granit injizierten Schiefers, wie er unweit westlich von diesem Punkte auftritt. Das Ganze wird von schmutzig gelbbraunem, sandigem Lehm verkittet und zeichnet sich durch ausserordentlich unregelmässige, echt moränenartige Struktur aus.

31. Michelstadt-Erbach. In dem Talkessel von Michelstadt und Erbach an der Mümling, welcher durch Einsinken einer Muschelkalkscholle in den Buntsandstein entstanden ist, kommen in der nächsten Nähe von Michelstadt an mehreren Stellen Ablagerungen von