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Lage von scharfkantigen Granittrümmern, an der Umbiegungsstelle 55 cm mächtig, 1,2 m in horizontaler Richtung von derselben entfernt aber nur noch etwa 5 cm stark, dann l5 cm Schiefer, 35 cm Granit und endlich Schiefer mit vielen Granitadern. Diese Reihe entspricht durch- aus der im Steinbruche an einer 10 m breiten Wand entblössten, ursprünglichen Schichten- folge, natürlich wegen der Umbiegung in umgekehrter Ordnung. Der Steinbruch liegt fast auf dem höchsten Punkte des Hardtberges(260 m). Die Stelle, wo sich die Glazialerscheinungen befinden, ist eine fast horizontale, aber mit zahlreichen, ganz flachen Undulationen besetzte Fläche. Der Aufschluss, der die Schichtenstörungen zeigt, liegt noch etwa 50 m entfernt von der Stelle, an welcher das Gehänge sich steiler nach dem Tale zu neigt und noch bedeutend weiter entfernt von den höher ansteigenden Teilen des Gehänges. Oestlich erhebt sich, nur durch eine ganz flache Einsattelung getrennt, das Buntsandsteinplateau bis 340 m. An einen Gehängeschub ist hier nicht zu denken, weil die Oberfläche des Gesteines, die von der Grund- moräne mit den verschleppten Gesteinsfragmenten bedeckt wird, sich gerade in entgegenge- setztem Sinne neigt, als wie es der Fall sein müsste, wenn Gehängeschub die Umbiegung der Schichten bewirkt hätte. Die Granitfragmente müssten in diesem Falle gerade in der entgegen- gesetzten Richtung angeordnet sein. Klemm hatte deswegen die Erscheinungen als Wirkungen des Druckes und Schubes eines Gletschers angenommen, der auf dem Buntsandsteinplateau seinen Ursprung haben sollte. Diese Ansicht wurde von Blanckenhorn angegriffen, der die Ge- bilde als Gehängerutschung erklären zu können glaubte. Blanckenhorn erscheint das Terrain für die Existenz eines Gletschers ganz ungeeignet; weiterhin beweist er durch die Beschreibung ähnlicher Erscheinungen, dass Schichtenstörungen durch Verrutschungen auch bei ganz geringer Neigung, ja fast horizontaler Lage der Gehänge entstehen können, also als kein unbedingtes Beweismittel für Vergletscherung eines Gebietes betrachtet werden konne. Klemm gibt hin- gegen bei dieser Gelegenheit eine genaue Darlegung des Unterschiedes zwischen Gehängeschutt und Grundmoräne, die zur Beurteilung von Bedeutung sein düurfte. Erstens ist für die Grundmoräne vor allem eine feste, lückenlose Packung charakteristisch. Alle Zwischenräume zwischen den Geschieben der Moräne werden erfüllt von einem oft recht sandigen, manchmal aber auch stark tonigen Lehm. Nirgends finden sich zwischen mehreren zusammen- stossenden Geschieben leere oder nur von losen Materialien erfüllte Räume, wie man sie da— gegen in Gehängeschuttmassen recht häufig antrifft. Denn, während die Grundmoräne bei ihrer Vorwärtsbewegung stets unter dem stärksten Drucke stand, welcher die innigste Verknetung aller ihrer Bestandteile bewirkte, ist es sehr leicht denkbar, dass im Gehängeschutt sich bei der weit loseren Uebereinanderlagerung der Gesteinsfragmente pyramidenförmige oder irgendwie anders gestaltete Räume bildeten, welche gegen Zuführung feineren Materials geschützt blieben. Zweitens ist charakteristisch für die Grundmoräne die Führung von Geröllen, welche oft bis zu einem Reichtum an letzteren steigen kann. Es ist dies sehr natürlich, da ein anwachsender Gletscher auf den Ablagerungen des Gletscherbaches vorrückt und sie seiner Grund- moräne einverleibt, so dass dieselbe notwendigerweise geröllführend werden muss. Dagegen werden sich im Abhangsschutt höchstens kantenbestossene Gesteinsfragmente finden, Gerölle aber nur in dem Falle, dass etwa an dem betreffenden Abhange geröllreiche Ablagerungen anstehen, seien dies nun konglomeratische Schichten oder fluviatile Ablagerungen. Schliesslich erwähnt Klemm noch als weiteren Beweis gegen Blanckenhorns Ansicht von einer Gehänge- rutschung auf dem Hardtberg, dass die moränenartigen Gebilde nicht nur bis an die Oberkante des Buntsandsteinplateaus reichen, sondern auch auf dasselbe übergreifen, ein Umstand, der ganz zweifellos beweist, dass sie kein Gehängeschutt sind. Auch hier zeigen uns die zum


