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18. Dr. Ignatius Froſt, geb. den 3. September 1820 zu Noßadel in Böhmen, Sohn des Schmiedmeiſters Anton Froſt daſelbſt, ſtudierte zu Lemberg 1840—1841 und Prag Theologie, zu Bonn 1852 neuere Philologie. Er wirkte an den Gymnaſien zu Prag, Klagenfurt und Laibach, war Erzieher in einer adligen Familie zu London und Brüſſel, ferner Lehrer an der Realſchule I. Ordnung zu Bielefeld, Vorſtand einer Lateinſchule zu Blieskaſtel und Lehrer an der ſtädtiſchen Realſchule zu Groß⸗ Umſtadt. Am 15. April 1877 wurde er an der hieſigen Realſchule angeſtellt und am 6. October 1883 auf ſein Nachſuchen bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit penſioniert.
19. Dr. Alexander Hammesfahr, geb. den 12. März 1859 zu Wald bei Solingen, Sohn des Bürgermeiſters Friedrich Hammesfahr daſelbſt, ſtudierte zu Gießen und Straßburg 1876—1881 neuere Sprachen, machte ſeinen Acceß an der Realſchule I. und II. Ordnung zu Mainz und wurde während der Erkrankung des Reallehrers Dr. Froſt vom Frühjahr 1882 bis Herbſt 1882 hier verwendet.
20. Dr. Ferdinand Günther, geb. am 24. October 1851 zu Lauterbach, Sohn des Rechners Johannes Günther daſelbſt, ſtudierte zu Jena, Tübingen und Gießen von 1870—1875 neuere Philologie und Geſchichte, unterrichtete ½ Jahre in Hove bei Brighton, 1 Jahr in Conway, 1 Jahr in Rugby Warwick, 3 Jahre in Royston, dann vom September 1881 bis Juli 1882 in einem Inſtitute bei Brüſſel und war 2—3 Monate zu ſeiner Ausbildung in Paris. Er trat hier am 22. Januar 1883 ſeinen Acceß an und wurde am 16. September 1883 an die Realſchule nach Groß⸗Umſtadt verſetzt.
21. Dr. Hermann RNeutzel, geboren den 9. October 1855 zu Ranſtadt bei Nidda, Sohn des verſtorbenen Pfarrers Heinrich Reutzel daſelbſt, ſtudierte 1 Jahr zu Gießen Jurisprudenz, von Herbſt 1874— 1878 klaſſiſche Philologie, war von Oſtern 1879 1 Jahr Mitglied des pädagogiſchen Seminars daſelbſt, ſpäter 2 ½ Jahre Hauslehrer zu Schloß Frankenberg in Baiern, ſodann Lehrer an der erweiterten Volksſchule zu Lich und wurde am 8. October 1883 als ordentlicher Lehrer an der hieſigen Realſchule proviſoriſch angeſtellt.
22. Ludwig Falkenhagen, geboren den 3. April 1856 zu Gretenberg in Hannover, Sohn des Landwirts Wilhelm Falkenhagen daſelbſt, ſtudierte bis Oſtern 1879 zu Göttingen, von Herbſt 1880 bis Oſtern 1882 zu Gießen neuere Sprachen, beſuchte inzwiſchen zu ſeiner weiteren Ausbildung England und Frankreich und war 1 ½ Jahr ordentliches Mitglied des pädagogiſchen Seminars zu Gießen. Er wurde am 25. October 1883 als ordentlicher Lehrer an der hieſigen Realſchule proviſoriſch angeſtellt.
Als außerordentliche und Hilfslehrer haben an der Realſchule gewirkt:
1. Karl Freiherr v. Touſſaint, geboren den 28. Mai 1796 im keaiſerlich öſterreichiſchen Lager vor Mannheim, ſpäter franzöſiſcher Ofſicier, Privatlehrer in den Gräflichen Familien zu Erbach und Fürſtenau, Gräflicher Rat. An der Realſchule wurde er am 1. Auguſt 1834 als Lehrer der franzöſiſchen Sprache und höheren Kalligraphie angeſtellt, wirkte an derſelben bis zu ſeiner Penſionierung am 20. September 1866 und ſtarb am 18. Januar 1867.
2. Karl Guſtav Friedrich Schneider, geboren den 22. Juni 1804 zu Michelſtadt,(Siehe Seite 11), trat am 25. Auguſt 1834 als Hilfslehrer für den Zeichenunterricht an der hieſigen Real⸗ ſchule ein und verwaltete dieſe Stelle bis zum 12. November 1839.
3. Michael Schäfer, geboren am 1. December 1824 zu Breitenbrunn, ſeit 19. April 1873 Director des Schullehrerſeminars zu Friedberg, war ſeit 1851 Hilfslehrer an der hieſigen Realſchule und wirkte an derſelben bis zum Jahr 1864 in verſchiedenen Unterrichtsgegenſtänden.
4. Georg Roth, geboren den 17. März 1823 zu Richen, Lehrer an der hieſigen Stadtſchule, trat im Jahr 1856 als Hilfslehrer an der hieſigen Realſchule ein und wirkte an derſelben im Schön⸗ ſchreiben, der Orthographie und dem Kopfrechnen bis zum Jahre 1874.
5. Georg Lang, geboren den 1. Februar 1836 zu Friedberg, gegenwärtig Rector der Drei⸗ königsſchule zu Sachſenhauſen, war vom 8. November 1858 Hilfslehrer an der hieſigen Realſchule und zanerrichtete im Turnen, dem Freihandzeichnen, dem Geſang und in der lateiniſchen Sprache bis zum Jahr 1865.—
Anmerkung: Im Winterhalbjahr 187 ⁄, hat Herr Oberpfarrer Wagner einen Teil des lateiniſchen Unterrichts übernommen.
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