Aufsatz 
Geschichte des Progymnasiums und der Realschule zu Michelstadt während der ersten 50 Jahre ihres Bestehens von 1834-1884
Entstehung
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Für den Religionsunterricht haben folgende außerordentliche Lehrer an der Realſchule gewirkt:

a. Für den evangeliſchen Religionsunterricht:

Marguth, Stadtpfarrer, vom Jahre 1876 bis jetzt.

.Für den katholiſchen Religionsunterricht: . Müller, Pfarrer zu Erbach, von 1838 1845 4. Haas, Pfarrer zu Erbach, von 1853 1856 . Schauermann, 1845 1846 5. Bott, 1 857 1863 . Nillius 1847 1852 6. Hennig, 1864bis jetzt.

c. Für den israelitiſchen Religionsunterricht: . Levy, israel. Religionslehrer, von 1864 1866 3. Neumarck, israel. Religionslehrer, von 1875 1876 . Plaut, 18661875 4. Gottſchall, 1876 bis jetzt.

An der Vorſchule zur Realſchule haben gewirkt:

a. vor der definitiven Vereinigung mit der Realſchule:

1. Michael Schäfer, Schulkandidat, zugleich Hilfslehrer an der Realſchule(Siehe oben.) von 1. November 1845 bis Oſtern 1850.

2. Knell, Schulkandidat, von Oſtern 1850 bis Oſtern 1853, trat in die höhere Gewerbſchule zu Darmſtadt ein.

3. Simon, Schulkandidat, von Oſtern 1853 bis Juni 1855, übernahm dann eine Lehrerſtelle an einer Privatſchule zu Frankfurt a. M.

4. Lang, Schulkandidat, zugleich Hilfslehrer an der Realſchule(Siehe oben.) von Juni 1855 bis 1. Auguſt 1859.

5. Georg Schäfer, Schulkandidat, vom 1. Auguſt 1859 bis 1. October 1861, trat in die höhere Gewerbſchule zu Darmſtadt ein.

6. Volk, Schulkandidat, vom 1. October 1861 bis Herbſt 1865, übernahm eine Lehrerſtelle an der Garnier'ſchen Handelsſchule zu Friedrichsdorf.

7. Wilhelm Weis, Schulkandidat, ſpäter ordentlicher Lehrer an der hieſigen Realſchule(Siehe oben.) vom Herbſt 1865 bis Herbſt 1874.

b. Seit der definitiven Vereinigung mit der Realſchule im Jahr 1878.

8. Dieter Thierolf, geboren den 28. Februar 1853 zu Breitenbrunn, Sohn des Schmied⸗ meiſters und Landwirts Johann Dieter Thierolf daſelbſt, beſuchte das Lehrerſeminar zu Friedberg von Oſtern 1869 bis Oſtern 1872, war dann Schulverwalter zu Kimbach von 18721874, wurde am 22. November 1874 proviſoriſcher Lehrer an der Vorbereitungsſchule zur Realſchule und nach der definitiven Vereinigung dieſer Anſtalt mit der Realſchule am 29. Mai 1879 definitiv an derſelben an⸗ geſtellt. Am 7. April 1880 wurde er zum proviſoriſchen Lehrer an der Vorſchule des Gymnaſiums zu Darmſtadt ernannt.

9. Peter Kaffenberger, geboren den 4. November 1861 zu Langen⸗Brombach, Sohn des Land⸗ wirts Anton Kaffenberger daſelbſt, beſuchte das Schullehrerſeminar zu Friedberg von 18771880, wurde am 12. April 1880 zum proviſoriſchen Lehrer an der Vorſchule zur hieſigen Realſchule und am 19. October 1883 zum proviſoriſchen Lehrer an der Vorſchule zum Gymnaſium in Darmſtadt ernannt.

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In Bezug auf die Stellung der Lehrer an den inländiſchen Realſchulen iſt zu bemerken, daß ſeit dem Jahr 1845 alle ordentlichen Reallehrer als Staatsdiener in das Großherzogliche Civildiener⸗ Wittweninſtitut aufgenommen und ſeit dem Jahr 1852 in die Klaſſen und Abteilungen der uni⸗ formierten Civilbeamten eingereiht ſind. Seit 1858 wurde ferner ½¼ ihres Gehaltes nach den laufenden Naturalpreiſen berechnet und hierdurch eine den Zeitverhältniſſen entſprechende Aufbeſſerung ihres Ge⸗ haltes herbeigeführt. Eine neue Einreihung in das Civildiener⸗Wittwen⸗Inſtitut fand durch das Geſetz vom 21. September 1874 ſtatt, eine Reviſion der Beſtimmungen über Verſetzung der Civilbeamten in den Ruheſtand durch das Geſetz vom 27. November 1874.

Nachdem endlich durch Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, vom 30. April 1875 das Rechnungsweſen an den Realſchulen des Landes in der Weiſe geregelt worden, daß der Staat für die Deckung des Bedarfs eingetreten war, die Städte nur für einzelne Bedürfniſſe, ſowie mit beſtimmten Beiträgen herangezogen werden, wurde die Beſoldung der Lehrer durch einen Normaletat beſtimmt. Nach demſelben ſind in die Voranſchläge aufzunehmen: