Aufsatz 
Geschichte des Progymnasiums und der Realschule zu Michelstadt während der ersten 50 Jahre ihres Bestehens von 1834-1884
Entstehung
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ſchäftigung mit dem Sprachſchatz, d. h. mit dem Seelenleben unſeres Volkes hat ihn friſch, rüſtig und thätig erhalten bis zum letzten Augenblick, und dann iſt er geſtorben, ohne Kampf und Schmerz.(Siehe Beigabe zum Oſterprogramm 1879 der Großherzoglichen Realſchule zu Gießen:Zur Erinnerung an Friedrich Ludwig Karl Weigand von Dr. Bindewald.)

2. Georg Gerlach, geb. den 11. Auguſt 1812 zu Nieder⸗Beerbach bei Darmſtadt, Sohn des daſigen Schullehrers Paul Gerlach, beſuchte von Oſtern 1830 bis dahin 1832 das Großherzogliche Schullehrer⸗Seminar zu Friedberg, war nach beſtandener Definitorialprüfung Schulgehilfe bei ſeinem Vater, ſodann am 5. Mai 1835 Schulvicar zu Dolgesheim, wurde am 31. December 1836 dritter ordentlicher Lehrer an der hieſigen Realſchule und wirkte an derſelben bis November 1842. Von hier wurde er an die Realſchule nach Alzey verſetzt und wegen körperlichen Leidens am 5. Mai 1869 penſioniert.

3. Friedrich Wilhelm Bogen, geb. den 7. Juni 1813 zu Michelſtadt, Sohn des Gräflich Erbach⸗Fürſtenau'ſchen Kammerrats Georg Heinrich Bogen daſelbſt, ſtudierte zu Gießen Theologie, war dann von 18361837 Privatlehrer zu Fürth i. Odenwald, wurde am 3. Mai 1837 hier proviſoriſch, am 5. März 1838 definitiv als 2. ordentlicher Lehrer angeſtellt und wirkte bis zum Jahr 1841. Hierauf bekleidete er zu Michelſtadt die Stelle eines 3. Geiſtlichen, dann zu Beerfelden diejenige eines 2. Geiſtlichen und ging 1849 nach Nordamerika..

4. Ferdinand Albert, geb. den 8. October 1822 zu Darmſtadt, Sohn des Privatmannes Johann Albert daſelbſt, beſtand nach Abſolvierung der höheren Gewerbſchule zu Darmſtadt vor Groß⸗ herzoglichem Oberſchulrat eine ſpecielle Prüfung im techniſchen Zeichnen und in der darſtellenden Geo⸗ metrie, machte hierauf vor derſelben Behörde die Staatsprüfung für das Reallehramt. Er wurde am 20. Januar 1841 zum proviſoriſchen Zeichenlehrer an hieſiger Anſtalt ernannt, am 1. Mai 1843 als proviſoriſcher, am 10. Juli 1851 als deſinitiver ordentl. Lehrer angeſtellt. Am 5, Juli 1852 wurde er an das Gymnaſium zu Worms, am 28. März 1856 an die Realſchule zu Mainz berufen. Am 18. November 1876 wurde ihm durch Allerhöchſtes Decret der Charakter als Profeſſor verliehen; am 13. März 1880 wurde er Director der Großherzoglichen Realſchule zu Darmſtadt, am 4. April 1883 Director der Großherzoglichen Realſchule zu Mainz. Durch Allerhöchſtes Decret wurde er Ende 1883 bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit in den Ruheſtand verſetzt.

5. Theodor Litt, geb. den 5. Juni 1818 zu Worms, Sohn des Oberfeldwebels und ſpäteren Ober⸗Steuerboten Johannes Litt, beſuchte das Schullehrer⸗Seminar zu Friedberg in den Jahren 1835 1837, war 4 Jahre Privatlehrer zu Arolſen und 1 Jahr Vicar zu Vilbel, machte dann ein ſpecielles Examen vor Großherzoglichem Oberſchulrat, trat am 23. November 1842 proviſoriſch, am 29. Auguſt 1843 definitiv als ordentlicher Lehrer an der hieſigen Realſchule ein und wirkte bis zu ſeiner Penſionierung am 1. Auguſt 1883 an derſelben.

6. Hector Olff, geb. den 2. April 1824 zu Darmſtadt, Sohn des Großherzoglichen Rechnungs⸗ und Kammerrats Georg Olff daſelbſt, beſtand nach Abſolvierung der höheren Gewerbſchule zu Darmſtadt vor Großherzoglichem Oberſchulrat die Staatsprüfung für das Reallehramt, wurde am 7. Juni 1843 provi⸗ ſoriſcher ordentl. Lehrer an der hieſigen Realſchule, am 18. September 1850 proviſoriſcher, am 28. April 1852 definitiver Lehrer an der Realſchule zu Friebberg. Von Herbſt 1857 an verſah er die Stelle eines Inſpectors der Communalſchulen zu Worms, am 7. October 1868 wurde er dann an das Gym⸗ naſium daſelbſt verſetzt. Am 14. September 1874 wurde er Schulinſpector für den Kreis Offenbach, am 27. October 1880 Schulinſpector für den Kreis Schotten.

7. Dr. Otto Buchner, geb. den 22. Mai 1828 zu Darmſtadt, Sohn des Hofgerichts⸗Advokaten und Juſtizrats Karl Buchner daſelbſt, ſtudierte zu Gießen Mathematik und Naturwiſſenſchaften, unter⸗ richtete an dem Knabeninſtitut des Dr. Lucius in Jugenheim in Rheinheſſen, wurde am 21. Auguſt 1852 proviſoriſcher ordentl. Lehrer an der hieſigen Realſchule und wirkte an derſelben bis zum 28. No⸗ vember 1854. Hierauf wurde er als proviſoriſcher Lehrer an das Gymnaſium zu Worms, ſodann als ſolcher an die Realſchule nach Gießen verſetzt und daſelbſt am 27. Juli 1857 definitiv angeſtellt. Durch Allerhöchſtes Decret vom 12. September 1882 erhielt er den Charakter als Profeſſor.

8. Wilhelm Becker. Siehe Seite 37.

9. Friedrich Kromm, geb. den 14. Juni 1831 zu Steinbach bei Frankfurt a. M., Sohn des Schullehrers Johannes Kromm daſelbſt, beſtand vor Großherzoglicher Oberſtudiendirection 1856 die Staatsprüfung in der franzöſiſchen und engliſchen Sprache, dem Freihand⸗ und Linearzeichnen für das