Aufsatz 
Eindrücke und Beobachtungen während eines Studienaufenthaltes in Frankreich
Entstehung
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Hotels und schõnere öffentliche und private Anlagen. Dasselbe gilt von Monte Carlo, das der Franzose gewoöhnlich wie Monté-Carle ausspricht. Nur drängt sich hier alles auf kleinerem Raume zusammen als in Nizza und fällt dadurch noch mehr in die Augen. Ganz besondere Pracht herrscht in dem Casino, der berühmten Spielhölle, und entzückend sind die Anlagen, die es umgeben. Ganz in der Nähe von Monte Carlo erhebt sich Monaco, die herrlich gelegene Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums, die ich besuchte, nachdem ich den Lockungen des Spielteufels glücklich widerstanden hatte. Von Nizza aus fuhr ich west- wärts weiter zunächst bis Cannes, der zweitgrößten Stadt der französischen Riviera, das Nizza an Naturschönheiten nicht nach- steht und das nicht nur Luftkurort, sondern auch Seebad ist. Überall an der Riviera konnte ich auch ein großartig ent- wickeltes Sportleben beobachten, und zwar fand ich alle Arten von Sport vertreten. Am meisten gefielen mir die Regatten, die ein reizendes Schauspiel boten.

Von Cannes aus ging es weiter an dem großen Kriegs- hafen Toulon vorbei nach Marseille, dem bedeutendsten Handelshafen Frankreichs, der jetzt zweitgrößten Stadt des Landes (früher Lyon). Stundenlang beobachtete ich hier das rege Treiben an und in den großen Hafenanlagen. Einen herrlichen Blick auf die Stadt hatte ich, als ich mich ihr bei der Rückkehr von einer kleinen Meerfahrt nach dem berühmten Chateau d'lIf zu Schiff näherte. Da sah ich erst, wie schön die Stadt auf- gebaut ist, wie sich die enge, schmutzige Altstadt von den neueren schönen Stadtteilen abhebt; da hatte ich auch erst den rechten Eindruck von der eigenartigen Lage der weithin sicht- baren Wallfahrtskirche Notre-Dame-de-la-Garde, die auf felsigem Hügel über der Stadt thront und deren vergoldete, die Kirche überragende Jungfrau Maria als ein Wahrzeichen der Stadt an- gesehen werden kann.

Das nächste Ziel meiner Reise war Lyon, die Seidenstadt, die lange Zeit die zweitgrößte Stadt Frankreichs war, aber seit kurzer Zeit von dem immer kräftiger emporblühenden Marseille um etwa zehntausend Einwohner überflügelt worden ist. Der Umstand, daß zwei stattliche Wasserläufe, der Rhoône und die Saône, die ganze Stadt durchfließen, wodurch sie in drei Haupt- teile geteilt wird, die durch zahlreiche schöne Brücken verbunden sind, gibt dem Stadtbild von Lyon einen ganz besonderen Reiz. Dazu kommen noch die grünen Hügel, die sich vom Saôneufer