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An B.s Blumenlese arbeiteten fast ausschließlich Süddeutsche mit. (Fr. 1 236.)
Boßlers Blumenlese für Klavierliebhaber war eine musikalische Wochenschrift, die ihren Lesern untermischte Gesangs- und Klavierstücke bot. Der Text der Lieder ist auch besonders gedruckt(?), wie ich aus folgender mir durch Antiquariatskatalog(Leo Liepmannssohn, Berlin, Nr. 161) bekannter Angabe vermute:[Bossler(H. P.)], Liedersammlung zu der musikalischen Blumenlese für Klavierliebhaber. 2 Thle. in 1 Bde. Speier, gedruckt mit Enderesischen Schriften, 1782. 12%. Eitner II S. 146 er- wähnt die Blumenlese, zu der obige Gedichte gehören. Enthält zahlreiche Lieder von Chr. F. Weisse, ferner von Wieland, Hölty, Goethe(ein Veilchen auf der Wiese stand), von Göcking u. a.— Am Schluss ein Subcribentenverzeichnis.
„Der musikalische Inhalt der vorliegenden Bände macht heute freilich einen überaus ärmlichen Eindruck. Die Compositionen sind der Mehr- zahl nach hausbacken oder ersticken in Galanterie. Jeder Mitarbeiter lieferte in der Regel ein Gesangsstück und eine Klavierkomposition.‘
Die hauptsächlichsten Mitarbeiter sind Abbe Schmittbauer, Roösetti, Christmann.
Typisch ist Schmittbauers Musik zu dem„Liede an die Bücher“. Man sieht förmlich den guten Biedermaier vor sich, in Schlafrock, Käpp- chen und mit langer Pfeife, wie er in beglückter Selbstzufriedenheit die Schätze seines„bunten Bücherschränkchens‘‘ besingt.
Unter den Mitarbeitern sind bekannte Namen. Rheineck, Schubert, Zumsteeg und— Beethoven. Beethovens Lehrer Neefe hat die Jugendarbeiten des 13- und 14jährigen(zwei Lieder und zwei Klavier- rondos) nach Speyer geschickt. Vgl. dazu M. Friedländer, Jahr- buch der Musikbibliothek Peters VI(1899) S. 68ff. 1787 war wohl der letzte Jahrgang.
Bald darnach gründete Boßler die„Musikalische Real-Zeitung‘“, deren 1. Stück am Mittwoch den 2. Juli 1788 erschien; sie umfaßte nach der Vorrede.
1. die Literatur der Tonkunst im ausgedehntesten Sinne . Kritik . Geschichte der Kunst . Abhandlungen über wichtige Materien und Auszüge aus größeren Werken älterer und neuerer Zeit
d. Anfragen über alle zur Musik gehörige Gegenstände
e. Anzeige neuer Bücher und Musikalien, Unterzeichnungs-
und Vorauszahlungsankündigungen. 2, Praktische Tonstücke. Diese werden alle Wochen in einem halben Bogen mit der Realzeitung, unter dem Titel: Musikalische Antho- logie für Kenner und Liebhaber, geliefert.
(Diese Zeitung wird alle Mittwochen hier in Speier ausgegeben und kostet der halbe Jahrgang, sowohl bei der Expedition, als auf dem hiesigen Postamte, mit‘der musikalischen Anthologie für Kenner und Lieb- haber, nicht mehr als 2 fl. 24 kr. Rheinl.)
Die„Mus. Real-Zeitung‘ war vom 1. Juli 1789 an auch„in der Hoffmeisterischen privilegierten Musik-, Kunst- und Buchhandlung in Wien‘ zu haben.
Von Juli 1790 an erschien die Realzeitung inhaltlich ganz gleich unter dem Titel:
Musikalische Korrespondenz der teutschen Filarmonischen Gesellschaft.
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