Aufsatz 
Beiträge zur Heimatkunde der Pfalz : 1. Teil. Schiller und die Pfalz / von Albert Becker
Entstehung
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setzt sein, wenn es Christmann einst gefallen sollte, sein gewähltes Zeichen zu entziffern(Zx?). Es würde denn zugleich auch wissen, daß er einer der fleißigsten Mitarbeiter unserer Musikal. Zeitung war. Ueber das Elementarbuch der Tonkunst, dessen erster Theil zu Speier 1782 bei Hrn. Rath Boßler mit einem Band praktischer Beispielen erschien: und unsern Christmann zum Verfasser hat, habe ich nichts zu sagen. Mein Urteil über dieses Buch käme sechs Jahre zu spät. Man hat es mit allgemeinem Beifall aufgenommen, man hat es allgemein in die Reihe der besten Erziehungsschriften gesetzt. Man hat ihm, da er dem bis- herigen Bedürfnis, einer leicht faßlichen Lehrart in einer so schweren Wissenschaft abhalf, das Ansehen des Klassischen zugestanden.(Dessen zweiter Theil, der die Lehre vom Generalbasse und vom Akkompagnement enthält, ist nun bereits auch im Boßlerischen Verlag zu Speier fertig ge- worden.)(Realzeitg. 1789 S. 37f.) 1788/89 war Christmann mit der Herausgabe einesallgem. musik. Wörterbuches beschäftigt.

Ch. starb 1817. Über sein späteres Leben s. Hartmanna.a.©. 84.

XIX

Zum Leben HH. Ph. K. Boßlers

Über B.s Leben können wir einiges Neue bringen. 1780 befand er sich als(Rentkammer?-),‚Sekretär in Heilbronn. Jch vermute, daß dies seine Heimat war, nachdem der Name dort bereits im 16. Jahrhundert vorkommt. Ein eigenartiges Zusammentreffen ist es, daß bereits 200 Jahre vorher ein Träger des Namens als Rektor des Reichsstädtischen Gymnasiums in Speyer wirkte: Jsrael Achatius B. von Heilbronn, vom 29. August 15491558.(Vgl. J. M. König, Reformationsgeschichte d. Stadt Speyer S. 190.) Nach Gerbers Lexikon der Tonkünstler(vgl. E. Holzer in: Württ. Vierteljahrsh. f. Landesg. XIV(1905) 234) erfand er noch in Heilbronn eine Maschine zur wohlfeileren Herstellung des Notendruckes.

B.s Übersiedelung nach Speyer hängt mit einem Unternehmen zu- sammen, das von dem Legationsrat des Markgrafen von Ansbach-Bayreuth am kurpfälzischen Hof und Postoffizianten Becke zu Mannheim aus- ging. Schon am 1. Juni 1779 war in einem kleinen FlugblattAn das

ublikum mitgeteilt, daßeine Gesellschaft, aufgerufen durch einen großen Theil des Publikums, sich entschlossen eineSammlung der besten und gemeinnützigsten Religions- und Sittenschriften herauszugeben. Die Gesellschaft, diebeßere Kenntnis der Religion verbreiten, und dem einreißenden Strom der Sittenverderbnis wehren wollte, hatte, wie es hieß, Fühlungmit dem grösten Theile Teutschlands undschon durch das ganze teutsche Vaterland ihre Kollekteurs und Freunde. Das Pub- likum sollte die(nach) zu druckenden Werke selbst wählen:es ver- steht sich, daß unsere Leser uns solche Schriften vorschlagen, die von allen Religionspartheien Teutschlands.... dörffen gelesen werden. Feddersens Nachrichten von dem Leben und Ende gutgesinnter Menschen sollte die von Sr. Kaiserl. Majestät allergnädigst privilegierteSammlung, die bei dem Buchdrucker Enderes gedruckt werden sollte, eröffnen. Da der Rat der Reichsstadt nichts gegen das Unternehmen einzuwenden hatte, machte des Mannheimer Becke Bruder Joseph Anton B.,Kais. Präbendatus dahier im Dom, am 26. Febr. 1780 dem Rat im Auftrage seines Bruders Mitteilung, daß dieser nun wirklich mit seinemBücher- institutden Anfang machen und zwey Männer, die er in Diensten