Aufsatz 
Beiträge zur Heimatkunde der Pfalz : 1. Teil. Schiller und die Pfalz / von Albert Becker
Entstehung
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Pratteln für Sie, Shäßbarer Mann für Ihre jo liebenswürdige Frau und Kinder haben Sie Dank für Ihre Freundihaft für mid, erhalten Sie fie mir Leben Gie jo wohl(als) jie es verdienen und weil Sarrazin mit feinem guten Wuge mid) dennodh als gutes Weib mit feiner theuren Frau umarmte, jo umarme id) ihn und fie, wie die beite ältere Schweiter mit jtolzer Zärtlichkeit einen würdigen jüngeren Bruder und jüngere Scweiter umarmt und die holden lieben Töchter alle von Herzen Ihre La Rode.

P. S. Bergejjen Sie den Brief an Cagliojtro niht und maden Sie, daß er mir gut ift der edle Mann.

Dr. August Langmessei, Jakob Sarasin, der Freund Lavaters, Lenzens, Klingers u. a.(Abhandlungen herausgegeben von der Gesellschaft für deutsche Sprache in Zürich V) S. 141.

2 Speyer d. 11. Nov. 1786.

Da bin id) wieder Tiebe theure Sarrazins gerne wieder, ohngeadtet Engelland das Land fein würde, weldes mid; neben der Schweiz im Wälen wantend maden follte

Mein Lleiner Londoner Brief hat Ihnen von den zwey Bejuhen bey dem merfwürdigen Grafen Nahricht gegeben id) Jah ihn naher nicht wieder, und er nahm aud) meine franfe Freundin nit weiter an id) glaube, es gejhah, weil er viel Verdrujj von Morandes auszuftehen hatte und von den Aerzten aud) verfolgt wurde, da jhlojf er fein Haujj allen, ausgenommen dem Georg Gordon.

Er Tiebt fie und freut fid) von Ihrer Liebe zu hören. Gie ijt eine gute artige Yrau. Mber von all diefem bald mehr. Jh mujj einpaden. La Rode will in Offendah wohnen, weil ihm Luft und Werzte mehr be- fommen...,...

Sophie von La Rode.

Dr. A. Langmessera.a. O. 142.

Speyer den 7. Dez. 1786,

Da liebe Sarazin! nod) einen Brief und einen Auftrag von hier aus denn am Sonntag reife ih nad) Offenbad) zu meinem guten Mann Aber es thut mir weh aus der Nahbarfhaft von der Schweiz wegzugehen Hohen- feldts Umgang und Bibliothet zu verlieren......_Öott gebe meinen La Rode die gefunden Tage, weldhe er erwartet. Lafjen Sie mid) aud) Liebe! id bitte Sie, etwas über mein armes Schweizerjournal hören, weldes mun wörtlid) bei Ihnen herumwandlet, wie id) Nahriht habe, ungeachtet id} es nod) nicht fah, fonit hätte Ihnen ein Ex(emplar) gejhidt. Ungjt it mir und bange über den Eindrud, denn id erinnere mid) feines Worts mehr davon, der Himmel wolle durd) einen guten Geijt die Wehler verbejfert haben; id) fehrieb es für meine Töchter und fprad) mit diejen, wie id) es immer ge wöhnt war das ijt gut, fönnen Sie fagen, aber warum druden lafjen Freylic Tiebe Sarazin! Hätte dies unterbleiben jollen aber Eigendünfel und Eigennub hatten mid in den Klauen und nun it es gefhehen. Sagen Sie mir liebe redlihe Frau! was Sie Gutes und Böfes hören, ich beihwöre Sie.darımu...

Sophie von La Rode.

Dr. A. Langmesssra. a. O. 142.