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Ihres ofteologiihen Cabinets.——— Jn Mannheim wollte man mid) ver- ihern, die Gogel’ihen Gemälde jeien weit unterm wahren Werth fortge- gangen, und man behauptete, der Krahe von Düffeldorf habe um 1600 fl. etlihe und 70 Stüd gelauft, worunter 4|hon des ausgelegten Geldes werth feien. Suspendo iudieium, quia non vidi substratum.— An guten Injtrumenten zur Phyfit hatte id) meine Freude, aber ic) bin zu alt, und daher mit meinen wenigen, aber guten zufrieden. Wenn id) in den Himmel fomme, da jehe id) alles ohne Mitroflopium und jedes moleculle organique wie ein Scheuerthor. Mithin ein Bishen Geduld! Die nahgemadhten Ahardijhen Bäumden find dod von den ädhten durd) jtarfe Beleuhtung und jhiefe Wendungen mittelft einer nicht allzujtarfen Vergrößerung leiht zu unterjheiden. Ipse probavi.— Meine Frau Pomona empfiehlt fih aufs allerbeite. Sie fit und brütet an ihren Hirnfindern, chacun a sa marotte! Ich fludhe über das najje Wetter, welches mid) behindert, meine Blumenzwiebel in Boden zu bringen. Auf baldiges Miederjehen! Wenn Sie Ihre Mannheimer Tour vornehmen, ijt’s ja nur 2 Stunden bis zur Ruinenftätte. Von Herzen der hrige. g
N.©. Hr. v. Hohenfeld geht zwar morgen nah Worms, Tömmt aber jhon am Donnerstag wieder. Sie finden alfo alle Ihre Freunde bier, wenn Sie bald fommen.
K. Wagner a. a. O. 172 S. 364 ff.
VI Schiller an Heribert von Dalberg
Oggersheim, d. 16. Nov.(Sonnabend) 1782,
Sc lebe gegenwärtig in der gröfejten Erwartung, wie Euer Gxzellenz meinen Yiesfo befunden, und wie ji) überhaupt meine Vorausfezungen von dem Stüf bejtätigt oder nicht bejtätigt haben. Da€. E adt Tage, ohne eine Erklärung, darüber verweilen, vermuthe ich eines Theils, daß die Durdeinander- arbeitung des Stoffs dem Eritifhen Leer wie dem DVerfaffer, einige Anftrengung abfodern muß. Es follte ein ganzes grojes Gemählde des würfenden und gejtürzten Ehrgeizes werden.— wenn es das wirklid ijt, jo zweifle ich Teines- wegs, daß es der Theaterdirection, dem Swaufpieler und Zujchauer ein ziem- lihes zumuthen wird. Sobald id aber freie Macht befäme, das Stüf nod außerden nad) meinem Sinn herauszugeben, wo id) den Theaterzwec ganz außer Augen fezen dörfte, jobald ich dazu befugt würde, folte das Stüf durd) Herausnahme einer einzigen Epijode in ein fimpleres Theaterjtüf Shmelzen. Wenn €.€. aud) izt nod) feine Entiheidung über die Theaterfähigleit dejjelben geben fönnen, jo bitte ih mir indejj nur das Urtheil des Dramaturgijten überhaupt aus, weldhes mir äuferjt willfommen jeyn wird.
Sch Togiere hier im BVBiehhof unter dem Namen Schmidt, wenn€.€, mid mit einer Antwort beehren wollen, der id} die Gnade habe, mit vorzüg- lihem Rejpeit mid) zu nennen
€,€, ganz gehorfamiten Sciller. F. Jonas I 40.
nn Speyer„ist nın kaum zur Hälfte wieder erbaut“, sagt Kaspar Risbeck in den 1783(anonym) erschienenen„Briefen eines reisenden Franzosen über Deutschland an seinen Bruder zu Paris“(I S. 21). Den Speyerern wird dort(I S. 22) das etwas zweifelhafte Lob gespendet: „Sowohl zu Speyer„als zu Bruchsal fand ich in den wenigen Häusern, worin wir unsre flüchtigen Besuche abstatteten, mehr Geselligkeit und guten Ton, als ich erwartete. Ich bemerke, daß man in diesen Gegen- den sehr für die Fremden eingenommen ist.“


