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nit, und fehren dann einjt als wahre Schweizer in ihr Heldenvaterland zurüd!, — Boll Hohadtung für das edle Weib verlieffen wir Speyer, jehten über den Rhein u. famen nad) Schwezingen wo der Churfürft von der Pfalz ein Sommer- Ihloß von[höner Bauart hat— u.|. w,
IV Sophie v. La Roche an Merck
Speier, den 9. Dct. 1782,
: Haben Sie Dank für Gout? und für Göthe. Leben Sie wohl und glüd-
li, fjowie ih es Ihnen nad) der immerdauernden Hohadtung von Herzen
wünjhe. Lieben Sie meinen La Rode und unterjtügen Sie meine BPomona.
Sie thun‘ Gutes damit. Jh umarme Mme. Merd. Ihr Crufe it mehr,
als guter Mann. Er it aud) guter Kopf, denn jonjt könnte er Sie nicht jo[hähen, K. Wagnera.a. O 169 S. 360 f.
V
Herr v. LaRochean Merck Speier, den 4. Nov. 1782,
Nihts von Dank für das Wenige, was ih Hrn. Gout hier bezeigen fünnen. Daß der Mann fleihig gewejen, davon bin id) Zeuge. Er arbeitet mit fehr vieler Fertigkeit und rihtigem Blid. Das beweijen die Skizzen; feine Särbung aber it etwas zu hart, weldes id) mit der Eile entihuldige. Ic habe ihm auf Dero UAnweilung eine Louisdor gegeben. Das ijt Alles, was Sie mir vor Gott und der gerehten Welt jhuldig find. Seine Zehrung im Wirthshaus aber ift mir durd) zwei Handzeihnungen vergütet und m Mannheim war es niht der Mühe werth aufzufchreiben. Alfo für all diejes Nichts. Die Gelegenheit, hnen, bejter M., etwas Ungenehmes, Kreundihaftlihes zu er- weilen, war Freude und MWonne für mic.— Viel Glüd und reihe Vermehrung
! Sophie, die mehrmals in der Schweiz war und als erste Frau den Montblanc bestieg, feierte bei ihrem Besuch 1784 wahre Triumphe.
2 Johann Franz Gouth(Gout, Goudt), Landschafts- und Architekturmaler, Radierer, geb. um die Mitte des 18. Jahrh. in Berlin, gest. nach 1812, Theatermaler in Darmstadt, Frankfurt a. M., Wiesbaden, dem vorzügliche Schweizerlandschaften auf Kalk glückten, wurde hauptsächlich durch Merck auf einige Jahre in Darmstadt gehalten. Er zeichnete und stach die meisten Tafeln in Mercks Os fossiles und machte sich durch seine auf Mercks Rath unternommenen Zeichnungen der Ruinen von Speyer rühmlich bekannt. Hohenfeld an Merck(Sp. 30. August 1783, Wagner I 397f.):„Um den Text zu den Speierischen Ruinen auszuarbeiten, wäre es würklich am rathsamsten, wenn Sie Sich würden hierher bemühen und bei uns wohnen. Sie können leicht denken, daß uns diese Visite sehr vergnügen würde. Sollte dies aber nicht thunlich seyn, so will ich ganz gern mit Hrn. v. LaRoche allen Beitrag liefern, welcher nacherhand von Ihnen muß in Ordnung gebracht werden.“ Nach G. K. Nagler, Künstlerlexicon s. v. soll von ihm L. vv Winckelmann gesagt haben, daß er„vortreffliche Landschaften mit Ruinen‘ gemalt habe. Vgl. auch H. A. Müller— H. W. Singer, Allg. Künstler-Lexicon 3. Halbband S, 75. Mir sind zwei Stiche von Speyer bekannt geworden: Die Ruinen des Carmeliter Klosters zu Speyer zu finden bey J. G. Rein- heimer zu Frankfurt a. M. Gouth del. J. L. L. C. Zentner fec. aq. forti 1783 ä Spire(Kreismuseum). Die Ruinen der ehemaligen Haupt-Kirche zu Speyer, des Begräbnißortes der Kayser aus dem Hause Habsburg. (Sammlung Dr.€. Diernfellner-Speier,)


