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deutſchlands und denen in der alten Heimat an der Elbe gefährdet wurde. Ferner gewannen die Römer durch die Eröffnung der Mainlinie eine zweite Operationsbaſis gegen die Germanen.
Nachdem Auguſtus auch die innern Verhältniſſe Galliens, des römiſchen Germaniens und Spaniens geordnet hatte, kehrte er im Jahre 13 nach Rom zurück vgl. Dio 54, 25, und gab den Oberbefehl in Germanien ſeinem muthigen und talentvollen Stiefſohne Druſus, der in vier Feldzügen von 12 bis 9 v. Chr. der Freiheit Germaniens arge Schläge verſetzte. Da dieſe Feldzüge hauptſächlich gegen die Iſtävonen gerichtet ſind, ſo werde ich dieſelben nur in⸗ ſofern berühren, als ſie für die Sueven von Wichtigkeit ſind, dem Dio folgend.
Dio 54, 32: Die Sigambern und ihre Stammesgenoſſen wollen die Abweſenheit des Auguſtus und eine in Gallien wegen des Cenſus herrſchende Gährung benutzend über den Rhein ſetzen. Die galliſche Empörung unterdrückt Druſus und zieht im Auguſt an den Rhein, ſchlägt die überſetzenden Sigambern zurück, geht ſelbſt über den Fluß 2cxr αeν 11„ 10ν Bærdοναων vnoov, verheert das Land der Uſipeter und Sigambern, fährt dann auf der Flotte in den Ocean, gewinnt die Frieſen und ſchreckt die Chaucen; da es Winter wird, zieht er zurück. Die Sueven werden weder bei Dio noch ſonſt wo erwähnt.
Dio 54, 33: Auf dem zweiten Zuge anno 11 v. Chr. dringt Druſus längs der Lippe in das Gebiet der Uſipeter und Sigambern ungehindert bis an die Weſer vor; die Sigambern nämlich ſind gegen die Catten zu Felde gezogen. Auf dem Rückzuge aber wird er angegriffen und beinahe vernichtet. Durch einen kräftigen Stoß durchbricht er die feindlichen Reihen und legt nun ſeinerſeits das Caſtel Aliſo an der oberen Lippe an„al? 51εον(†οομοσν) e XAdr roες α mαἀατ τι%
Hier wird alſo zunächſt die Zwietracht zwiſchen Sigambern und Catten bezeugt. Der Anſchluß der cattiſchen Gaue, der Bataver und Mattiacer, legt uns die Vermuthung nahe, daß die Catten von den Sueven gedrängt, gerade wie die Ubier römiſchen Schutz ſuchten, wenigſtens nicht mit den Sigambern, Uſipetern und Tencteren gegen die Römer kämpfen wollten. Sie wurden aber zur Heeresfolge gezwungen; die Mattiacer wanderten vielleicht jetzt erſt aus und kamen an den Rhein in die Gegend von Mainz. Jedenfalls iſt dieſe Zwietracht ein bedenk⸗ liches Zeichen für die Iſtävonen, und die Römer haben ſie benutzt. Denn Druſus ſiedelte jetzt dieſe Mattiacer Mainz gegenüber auf dem rechten Rheinufer an und deckte ſie durch ein neues Caſtel. Dieſes wird aber wohl nicht unmittelbar am Rheine gelegen haben; denn die Rheinbrücke bei Mainz wird nicht ohne Brückenkopf auf dem rechten Ufer geweſen ſein; auch erwähnt Tacitus ann. I, 56 das Caſtel des Druſus auf dem Taunus. Daher wird wohl die Saalburg bei Homburg von Druſus anno 11 angelegt ſein cf. Dr. J. Becker: castellum Mattiacorum in den Annalen des Vereins für naſſauiſche Alterthumskunde VII, p. 72. Die Lage dieſes Caſtels entſpricht auch mehr den Plänen des Römers, der von hier aus den freien Catten die Hand reichen wollte.
Für das Jahr 10 iſt Dio 54, 36 ſehr dürftig.„Es wurde in Rom beſchloſſen, den Ja⸗ nustempel zu ſchließen. Doch es geſchah nicht; denn die Dacer und Dalmater begannen einen Krieg; gegen dieſe ſchickte Auguſtus den Tiberius von Gallien aus, wohin ſich beide begeben hatten. Die Germanen aber, insbeſondere die Catten(ãG„dο τα‿Q uy⁴εαmς⁵ο‿σ εμεεεοσπι qœe να τι αςν αάτινν,* olze» αο˙ τμ ᷣονμσακαουν εiaνρνεασαν 88αλeιανέςταασάη wurden von Druſus theils heimgeſucht, theils unterworfen. Darauf kehrten beide Brüder mit Auguſtus, der ſich meiſtens im lugdunenſiſchen Gallien die Germanen beobachtend aufhielt, nach Rom zurück.“


