Aufsatz 
Über die Abfassungszeit der Isocrateischen Friedensrede / von Euler
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Herausgabe der Rede wahrscheinlich auch wirklich abgeschlossenen) Frieden nur zum Vorwand u. s. w. S. 201 folgt der verhängnissvolle Druck-(oder Schreib)fehler;Die Ansicht von Brequigny und Anger ist nicht zu billigen, da von dem Friedensschlusse mit einer Sicher- heit geredet wird, die deutlich zeigt, dass er nach dem Erscheinen der Rede bereits erfolgt war Selbstredend muss es stattnachvor heissen, was Oncken bereits aus S. 197 und 200 hätte ersehen und durch die Anmerkung zu§. 15 auf S. 290 hätte bestätigt finden können. Dort heisst es,dass der Redner seine feste Ueberzeugung ausspricht, dass man wirklich den Frieden beschliessen werde, und ihn so gut wie beschlossen betrachtet, und dass er, als die Rede erschien, wahrscheinlich bereits zu Stande gekommen war, ist in der Einleitung bereits bemerkt worden. Hiermit fällt ein Theil der Polemik Onckens gegen Benseler von selbst zusammen. Indessen auch ganz abgesehen von diesem Missverständniss ignorirt Oncken den Unterschied, welchen Benseler zwischen Abfassung und Herausgabe macht, woraus ebenfalls falsche Deductionen entspringen, wie z. B. S. 120 an einen in der Gegenwart des Sprechenden bereits vorliegenden Friedensschluss zu denken, wie eine strenge Deutung der Benseler'schen Uebersetzung fordern würde u. s. w. Dies ist nicht richtig, und entspricht dem Standpunkte und der Uebersetzung Benselers gar nicht.(Vergl. Benseler S. 217).

Die Stellen, welche der Beweisführung Benselers zu Grunde liegen sind§. 15 und 25. § 15 lautet Anοd†œννον‿μςμνοs, ruyxdνννννμν τιιον μειν meεε 6 ob urdeνες τοεινσεᷣασν, siεα πνεκοι τν A³ων τυν τ οεες τνσꝓρνιαμνμι ο⁶‿ςν νε 5 91os 2Gε‿υαι τιεννηννπαμα ς εονηνε νυυμέσέηνινυπν 1νεμ α πιει τυν 10ιmOι ⁶ςοςϑς Soudeuαιμμια Die Worte 1ν¶ ꝙννυ TTeo*ε lννυ*ννυαεννιν, welche im Zu- sammenhange von Battie mitquae de pace nune sunt decreta und von Wolf mit decreta pacis übersetat worden sind, werden von Benseler in der Einleitung S. 190 wiedergegeben mitdas, was jetzt über den Frieden beschlossen worden ist, in der Ueber- setzung steht allerdings unrichtig,was wir jetzt auch über den Frieden beschlossen haben mögen. Oncken bemerkt S. 121Der Aorist ναοεσνα bedeutet das Gewünschte in Gedanken als bereits geschehen vorausgesetzt und heisst so viel als wenn wir läsenG.* ννατεεν stονκνναιιꝙꝓηννν⁴υ&νμμν. Woher das ν kommen soll, ist mir unklar ebenso wie diese Bedeutung des Aoristsν̈ααοςσννια. Die Stelle heisst nichts anderes alsdas, was jetzt über den Frieden beschlossen worden ist, wird nichts nützen, wenn wir nicht auch in Betreff des Uebrigen den richtigen Weg einschlagen, und nach diesen Worten muss der Friede bereits geschlossen sein. Ob und wie das in die fingirte Situation passt, darüber weiter unten.

Die zweite Stelle, welche Benseler anführt ist§ 25,IMe* εν 0» d οι 1τρσσνμ⁴ις arαeꝓννᷣldοvra a raν Ʒένd dd αν ioœννι νς τποσνσσεi roνντοοιειεꝙ ¼ϑ μιμι ‿ᷣ deĩνν vu ν νο υυσαιαασρεᷣονς τ ÿr8ceo* x vis eα‿ασς mQι‿νεμνεν⁴αd αꝛ Souleu- μμιεκνονα, drςα el(⁰μέεν αάντναά νμ] Fουέεκν, /rεο ιέιναμνεμν, 52⁴ꝓ†νο τπ̈νων ⁶ϑιαα‿ Tdvrsc rddtν els rdg ατds αναατνασmμμεινα τααρασeds, 4 A.νακ̈ροιmννEyv³⁴ϑ πμια‿ααmνκν 8dνσοωέμν τεννα τμνννααάαχ⁴νρντ τμν πααοωανπτινν Hier treffen wir auf ein neues Missverständ- niss von Oncken. Er sagt:Auch hier soll nach Benseler der Aorist ννραρσαααςνuνς mit einer gewissen Sicherheit auf das nahe bevorstehende Eintreten des Friedensschlusses schliessen