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kommen, wird die Tagesschwankung der Wärme stark gedämpft durch die Schmelzprozesse am Tage infolge Bindung von Wärme und die Gefrierprozesee bei Nacht infolge Freiwerdens von Wärme. Nun zeigte die Umgebung der Station eine solche Eisbedeckung sowohl nach der See als auch nach dem Lande hin, dass sie praktisch als von allen Seiten mit Eis umgeben angesehen werden konnte. Diese Eismassen blieben bis zum Juli fest. Erst dann fing das Eis unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung an zu schmelzen. Die dazu erforderliche kolossale Wärme- menge wurde zwar zum grössten Teil durch die direkte Sonnenstrahlung geliefert, zum Teil aber auch den unteren Luftschichten entzogen, so dass diese also bei Tage merk- lich kühler wurden und dadurch die Amplitude verringerten. Damit stimmt überein, was durch die Drachenaufstiege festgestellt wurde, dass im Juli eine starke Temperatur— umkehr in der untersten Luftschicht vorhanden ist, sogar die stärkste im ganzen Jahre.
Aus diesen Gründen haben wir also kein Maximum der Tagesschwankung zur Zeit des höchsten Sonnenstandes zu erwarten, was sich auch bestätigt. Vielmehr ist dann ein Maximum wahrscheinlich, wenn die Temperatur noch (im Frühjahr) oder schon tief genug(im Herbst) ist. Das ist in der Tat der Fall. Nur ist das Herbstmaximum ver— kümmert und das Frühjahrsmaximum ungebührlich gross. Die Ursache ist das Nachhinken der Temperatur gegenüber dem Sonnenstande. Im Frühjahr ist nämlich bei— 15° die Sonne schon hoch heraus, im Herbst bei derselben Temperatur kaum über dem Horizont. Interessant ist gerade das Herbstmaximum. In die Monate August und z. T. noch September fällt das Aufhôren der Schmelz- vorgänge und das Erstarren alles Wassers. Namentlich bildet sich auf dem Meere starkes Neueis. Die dabei frei werdende Wärme wird durch die Ausstrahlung nicht völlig beseitigt. Alle diese im Erstarren begriffenen Wasser-


