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zum Schiff zurückkehren, weil offenes Wasser ein weiteres Vordringen verbot. Der zweite Winter brachte neue Ent- behrungen. Wegen Futtermangel wurden alle Hunde bis auf zwei Gespanne erschossen. Mit diesen machte Koch in Begleitung eines Eskimos einen letzten Versuch, Nachricht vom Schicksal Erichsens zu erhalten. Bei einem Depot fand er die Leiche des Eskimos, der E. begleitet hatte, und der bis zu seinem letzten Augenblicke Aufzeichnungen über ihr Geschick gemacht hatte. Danach war infolge Auf— brechens des Meereises Mylius Erichsen und seinen Be— gleitern der Rückweg verschlossen worden. Sie mussten übersommern in einem Gebiet, das wenig jagdbares Wild hatte, mussten infolgedessen die Hunde zum grössten Teil schlachten und waren schliesslich gezwungen, mit mangel-— haftem Proviant im Herbst die Rückreise anzutreten. Vor Hunger und Ermattung starben Erichsen und sein Begleiter Hagen unterwegs, während der Eskimo noch das nächste Depot erreichte, um hier nach zweitägigem Aufenthalt eben- falls elend zugrunde zu gehen.
Von der Hauptstation wurden im Frühjahr und Sommer 1908 eine Reihe von Schlittenreisen unternommen, darunter auch die nach Süden geplante, bei der die Teilnehmer die Schlitten selbst ziehen mussten. Diese Reisen brachten hauptsächlich geologische Ausbeute. Sie waren die letzten grösseren Unternehmungen. Am 21. Juli verliess die„Dan- mark“ den Hafen, in dem sie beinahe zwei Jahre gelegen hatte. Ende August kam die Expedition wieder in Kopen-— hagen an.
Ergebnisse.
Manche Expedition mit einem kleineren Programm ist zurückgekehrt, ohne auch nur Bruchteile ihrer Aufgabe ge- löst zu haben. Die Danmark-Expedition verdankt es neben der tüchtigen Mannschaft dem Glück, dass alle Aufgaben


