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im wesentlichen gelöst wurden ¹). Freilich hatten drei Männer die Erreichung des Zieles mit dem Leben bezahlen müssen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse erscheinen in dem bereits zitierten fünfbändigen Werk„Danmark-Ekspeditionen til Grönlands Nordõstkyst 1906— 1908“ in den„Meddelelser om Gröõnland“ in grösstenteils englischer, sonst deutscher Sprache. Die bereits erschienenen Hefte zeichnen sich ebenso wie das Werk von A. Friis aus durch eine grosse Zahl vorzüglicher und wertvoller Photographien, darunter vieler von dem Meteorologen der Expedition nach dem Mietheschen Verfahren hergestellten Farbenphoto- grapien, die noch ergänzt werden durch eine reiche Samm- lung von Ol- und Pastellgemälden der beiden teilnehmenden Künstler.
Das Hauptergebnis war die Kartographierung des noch fehlenden Teiles der Ostküste Grönlands. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Küste bis zum 81. Grad immer mehr nach Osten vorspringt, so dass hier eine Einengung des von Norden kommenden kalten Meeresstroms zwischen Spitzbergen und Grônland geschaffen wird. Ferner wird durch die Schlittenreise von Mylius die Vermutung zur Wahrscheinlichkeit, dass der Kanal, der Peary-Land von Grönland trennt, ganz von Westen nach Osten durch-— geht. Nach Ausmessung einer 2 km langen Basislinie wurde das Land südlich von der UÜberwinterungsstation durch ein Dreiecksnetz an die Messung der deutschen Ex- pedition von Koldewey angeschlossen. Ferner wurde eine ungewöhnlich grosse Zahl von direkten Breitenbestim-
1) Die eventuell vorgesehene Durchquerung Grönlands über das Inlandeis war wegen der verschiedenen Ersatzexpeditionen zur Rettung Erichsens nicht möglich. Dies Ziel hat sich neben anderen eine Expedition gesteckt, die unter Führung von Hauptmann Koch- Kopenhagen mit A. Wegener-Marburg und zwei andern Teilnehmern am 1. Juni d. J. von Kopenhagen aufbricht. Die Zeitdauer der Expedition wird auf 1 ½ Jahre geschätzt.


