Aufsatz 
Apologetische Würdigung der Kindertaufe
Entstehung
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Ieſu zu amtiren. Die Begeiſterung iſt verſlogen. Erſcheint ihm auch Vieles, ja das Meiſte aus dem chriſtlichen Lehrgehäude und aus der Grriſtlichen Religionsverfaſſung chrwürdig; die Baſis iſt ihm verdächtig und wankend geworden. Vor ſeinem eignen Amte bat er nicht den unbedingt beiligen Reſpekt, zu ſeinem Berufe nicht die volle Liebe, denn an dem Stifter ärgert er ſich. Welch ein Elend grade in der ſchönſten, erfolgreichſten Epoche des Lebeus für einen Mann! Mißmuth, finſtrer Mißmuth be⸗ ſchleicht ihn von vornherein ſchon, und folgt ihm in das Amt; Unzufriedenheit und Lahmheit drücken ihn grade in der Zeit ſchon, wo Begeiſterung und freudige Rübrig⸗ keit ſo ſehr vonnöthen ſind, um getroſt die früheren Ideale ſchwinden ſehen zu können, an denen das kindliche Alter ſo ſehnſüchtig feſt hing; Widerwille und Ueberdruß erfül⸗ len ihn im Beginne des Amtes, das grade im Anfange ſo viele Entbehrungen fordert und ſo wenig lohnt, Widerwille und Ueberdruß grade da, wo nur glühende Berufs⸗ liebe unbeſchadet und ſiegreich hinweghilft über die bitteren Erfahrungen, welche nun einmal vom evangeliſchen Berufe unzertrennlich ſind. So wird denn, ſtatt daß der zuverſichtliche Aufblick zum Gekreuzigten, aber ſiegreich auf den Himmelsthron erhobenen Regenten des Reichs, der alle Tage bei ſeinen Jüngern iſt bis an der Welt Ende, alle Widerwärtigkeiten erleichterte und alle Mühen verſüßete, nur mit Unmuth und Läſſigkeit das evangeliſche Amt zu treiben angefangen, wenn nicht zuvor ſchon die Stimme eines zarten Gewiſſens geſiegt und unter ſolchen Umſtänden zur Verzichtleiſtung auf jenes Amt bewogen hat. Das handwerksmäßig aber, gleichgültig und ohne Luſt begonnene Amt, wie wird es anders als fahrläſſig und ungeſchickt, treulos und über alle Maße arm fortverwaltet werden? Grade im Anfange wird das von dem Un⸗ glücklichen noch mit bitterm Schmerze gefühlt, mit banger Sorge verwogen, und es macht ſich zur Vollendung des Elends wiederholt die peinliche Frage geltend: Was iſt eines fahrläſſigen, ungeſchickten Amtsverwalters unausbleibliches Loos, des geiſtlichen zumal? In Unkenntniß und Ungeübtheit verharrend, ja immer wachſend, wird er ſtets unbrauchbarer zum Amte, ſtets ſchlaffer und pflichtvergeſſener darin ſtößt er an allent⸗ halben nach Oben und Unten, verliert endlich allen Einfluß im Leben, allen Credit bei den Menſchen und finkt zuletzt auf den verächtlichſten Standpunkt einer Lethargie hinab, dafür er ſelbſt kein Gefuͤhl der Scham und der Wehmuth mehr hatz das iſt's, was der an ſeinem Meiſter ſich ärgernde Pfarrvikar bekümmert und zu ſeinem Schrecken