beſtimmten Ordnungen kirchlicher Gemeinſchaft; und auch das iſt eine Taufe, damit Sie ſich taufen laſſen ſollen.
Freilich leichter und viel willkommner iſt es, ſich ſelbſt die Wege und Formen ſeiner Wirkſamkeit zu ſuchen und feſtzuſtellen; aber Sie ſind nicht Herrn des Glaubens der Gemeinde, ſo wenig wie einſt deren Glieder ſich taufen laſſen werden auf Ihre Namen.
Ob der Herr dort die austrieb, die das Bethaus zu einer Moͤrdergrube machten; ob er gerufen: Gott iſt ein Geiſt, und die ihn anbeten, müſſen ihn im Geiſte und in der Wahrheit anbeten: zeigen Sie doch irgend eine Form, die das A. Teſtament ſich geſchaffen, die er ſelber mit haſtigem Schlage zertrümmert hätte!— Er hat des Geiſtes Leben neu geweckt, wohl wiſſend, daß dieſer Geiſt allmählich, ohne eiliges Menſchenzuthun, auch die Form ſich ſchaffen wird, in welcher er am verſtänd⸗ lichſten zu dem gläubigen Gemüthe redet.
Das bedenken Sie, m. H., und Sie werden die Zeiterſcheinungen zu würdigen wiſſen, die auf der einen Seite nur in dem unbedingten Halten des Symbolbuchſtabens, auf der andern Seite in der vollen Auflöſung aller kirchlichen Ordnung das Heil des Gottesreiches ſuchen. Für ſich ſelbſt werden Sie dann den Weg chriſtlicher Beſonnen⸗ heit und der Chrerbietung vor den Denkmalen des Glaubens wandeln, und freudig in ſich die Kraft finden, ſich taufen zu laſſen mit der Hingebung an die beſtimmten Ord⸗ nungen der kirchlichen Gemeinſchaft.
Wollte ich nun den tiefſten Sinn der Frage entwickeln: Könnt ihr euch tau⸗ fen laſſen mit der Taufe, da ich mit getauft werder ſo müßte ich auf den Golgatha⸗Weg weiſen, wo nicht nur die Hingabe an das von Oben aufgerichtete Wort und an die beſtimmten Ordnungen heiliger Gemeinſchaft ſich vollendet; ſondern das ganze Leben, ſo zu ſagen die geſammte geiſtige und leibliche Perſönlichkeit, dem wun⸗ derbaren Heilsrathſchluß Gottes zum Opfer gebracht wird.—
Aber hier, m. Hze hier ſchweige ich!— Denn, ob auch Wege Sie geführt wer⸗ den können, wo im Dienſte Ihres Herrn und Meiſters ſchwere, ja blutende Opfer ge⸗ fordert werden möchten: hier iſt doch die Vergleichung am Ende zwiſchen dem Diener und Dem, welcher ſich ſelbſt dahingeden hat, auf daß er uns erlöſete von aller Ungerechtigkeit!


