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aber die Einheit iſt zu ſuchen; das iſt die Aufgabe, über die eder ſi r die von uns gelöst werden muß. 4 3 lih kiin were
M. H., nie, nie vergeſſen Sie in dem Dienſte der Kirche, zu welchem wir aus unſrer Mitte Sie ſcheiden ſehen, vergeſſen Sie nie, daß Sie ſich müſſen taufen laſſen mit der Taufe der freien Hingebung an das Wort, das von Oben aufgerichtet iſt;— in dieſer Hingebung beſteht allein die ungebeugte Freiheit des evangeliſchen Predigt⸗ amtes, wie die Freiheit der Kinder Gottes beſteht in dem Gehorſam gegen das Wort des himmliſchen Vaters, damit ſie recht frei werden.
Und ſchwer, denke ich, ſoll das Ihnen nicht werden, denn Sie beißen ja hinfort Botſchafter an Chriſtus Statt, kommen alſo nicht aus eigner Machtvollkommenheit und haben darum nicht das Recht, mit eigner Weisheit die Gemeinde zum Himmel zu weiſen, wohin Sie nicht der Weg ſind, wohin Ihr Wort nicht aus eigner Wiſſen⸗ ſchaft den Weg zeiget. An eines Andern Statt reden Sie, was der Ihnen vertraut hat; und der einſt von Ihnen die Heerde wiederfordern wird, über die er ſelbſt der Oberhirte iſt, die er nur über ein Kleines Ihrer Hand vertrauen wollte.
Das Wort, das von Oben gegeben iſt, hat die Gemeinde geſammelt und hat in ihr eine Geſtalt gewonnen; die Kirche hat aus der Schrift ein Bekenntniß ſich gebil⸗ det, und in dieſem erwarten die Gemeinden weiter geführt zu werden. Die Symbole wollen dem Glauben, der von Oben geweckt iſt, die menſchlich feſten Worte geben. Werden Sie dieſelben etwa nur für verwitterte Denkſteine einer vergangenen Zeit an⸗ ſehen, vor welchen höchſtens der Forſcher nach alterthümlichen Chrakteren ſtehen bleibt und ſeiner Wißbegierde dient? O, nein, wie der Geiſt, wenn er vom Geiſte vernom⸗ men ſein will, ſich in das Wort hüllet, und durch die Schranke des Lautes gebunden, allerdings ſchon unfreier geworden iſt: ſo ringt auch der Gemeinde Glaubensbewußt⸗ ſein nach einem verſtändlichen und die verſchiedenen Geiſter einigenden Ausdruck. Es richtet ſich das Symbol auf; auch es iſt von dem Geiſte geſchaffen, der in uns, der in der Gemeinde eine Geſtalt gewinnen will. Sollen wir des Glaubens redenden Ausdruck, das Symbol, gering achten, wo wir des Gedankens vollſten Ausdruck im Worte hoch halten? So fordert, ſo erwartet die Kirche von Ihnen auch die Hingebung an die 11


