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blendung uns verletzt hat. Nur Eines, deſſen Entbehrung wir manchmal durch unſern Stand ſchmerzlich zu empfinden haben. Die Abgeſchiedenheit eines einſamen Dörfchens, dahin unſer Berufeloos uns gewieſen, ſcheidet gar oft von dem edlen Genuſſe, mit gleichgebildeten Gemüthern unſre Freuden und Leiden zu theilen und den Gewinn der Wiſſenſchaft und der Erfahrung lebendig auszutauſchen, damit ergiebiger zu machen. Wehmüthig mag das empfunden werden; aber, wenn denn nicht von Mund zu Mund, ſo laſſen Sie doch aus dem geſchriebenen Worte gottbegeiſterter Männer die Wiſſen⸗ ſchaft zu ſich reden, und das geiſtig gehobene Leben wird Ihnen nicht verloren gehen
M. H., je mehr noch jugendlicher Sinn unverkümmert Ihnen inwohnt, und der ju⸗ gendlichen Hoffnung blühende Farben alle Ihre Bilder der Zukunft ſchmücken; um ſo mehr laſſen Sie auch den Ernſt herantreten, den die Kirche in dem Worte ihres Herrn beranführt: Könnet ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Ein Kelch der Ent⸗ ſagung auf der Welt Ehre, der Entſagung auf der Welt Herrſchaft und der Entſagung auf der Welt Freuden und Genüſſe iſt damit genannt; dieſer Kelch muß in deren Hand gedrückt werden, welche Borſchafter ſein ſollen an Chriſtus Statt.
Aber ſchwerer noch ergehet die Frage an Sie, wann Sie dem Dienſte der Kirche ſich bieten wollen. Des Herrn Frage lautet auch:„Könnt ihr euch taufen laſ⸗ ſen mit der Taufe, da ich mit getauft werde?“
Sie fuͤhlen es gleich, leichter iſt es, ſich ſelbſt eine Entſagung, ſich ſelbſt ein Opfer auflegen; als willig ſich darbieten, daß ein Opfer von anderer Gewalt uns auferlegt werde.
Ob Sie auch leichter herausgefunden haben, was unter dem Kelche gemeint ſei, den wir trinken ſollen gleich dem, der nicht gekommen iſt, daß er ihm dienen laſſe, ſondern daß er diene und gebe ſein Leben zu einer Erlöſung für Viele; wenn Sie die Entſagung verſtanden baben, die in deſſen Fußtapfen unſer wartet, der da ſeufzte:„Des Menſchen Sohn hat nicht, wohin er ſein Haupt legen, dunkler doch möchte Ibnen geblieben ſein, mit welcher Taufe wir noch uns ſollen taufen laſſen, welchem Opfer wir noch ſollen unterworfen werden. Sie fühlen, daß es jedenfalls Schwereres ſein muß, als was ich bereits Ihnen vorgeführt hatte. So blicken Sie auf Den, der ja am eignen Exempel den Opferdienſt des rech⸗


