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begründeten Art vorbringt; dann erſcheint ſie als ebenſo allgemein verbreitet, als die Taufe der Proſelyten abnimmt, ſie bedarf keiner Apologie mehr, bis im Reformations⸗ zeitalter zuerſt ein einſeitiges Uebertreiben der Rechtfertigung im Glauben jedes Sa⸗ crament überflüſſig machen will, dann die bloß ſubjective Schaffung des Glaubens die Sacramente zu bloßen Symbolen herabdrückt. Letzteres Verhältniß klingt durch die ge⸗ genwärtige Zeit, und es macht die Vertheidigung der Kindertaufe ebenſo nothwendig, als mehrfach das Abendmahl Gegenſtand neuer wiſſenſchaftlicher Unterſuchungen ge⸗ worden iſt.
Ehe aber in die dogmatiſche Behandlung der Sacramente überhaupt und der Kindertaufe insbeſondere eingetreten werden kann, halte ich für nöthig, in der Kürze zu geben:
Die exegetiſche Erörterung der Kindertaufe.
Wie ſchon oben bemerkt wurde, weiß das neue Teſtament nichts von einem Un⸗ terſchiede zwiſchen Taufe der Erwachſenen und Taufe der Kinder. Auf dem Stand⸗ punkte, der die ganze Welt zu einem Miſſions felde vor ihm niederlegte, gab es nur eine Taufe der Erwachſenen, über welche ſich zunächſt zu erklären war. Die Kirche des Heils war im Werden begriffen, aber weder nach Innen noch nach Außen con⸗ ſolidirt. Es ſind alſo die Erklärungen über die Taufe weſentlich zuerſt darauf anzu⸗ ſehen, ob ſie gegen die Kindertaufe zeugen möchten, oder ob ſie, eine beſtehende Kirche vorausgeſetzt, nicht vielmehr für dieſelbe beweisfähig ſein würden.(Weſentlich Neues auf dieſem Gebiete geben zu wollen, kaun natürlich mir nicht zu Sinne kommen.)
Die ſolenneſte, und unſtreitig dem chriſtlichen Fühlen entſprechendſte, von einem Augenzeugen gegebene Darſtellung der Anordnung der heil. Taufe iſt die Mattb. 28, 18— 20. erzählte. Im Augenblick, da der Herr ſich zur Rechten ſeines himmliſchen Vaters erheben ſoll, weiſt er auf die Gewalt bin, die im Himmel und auf Erden ihm gegeben iſt, wie es jetzt thatſächlich durch ſeine Auffahrt erwieſen werden foll. Im Augenblick alſo, wo er ſo ganz alo Mittler zwiſchen Gott und den Menſchen erſcheint, mahnt er zum letzten Mal, aber auch mit einer unerreichten Fülle, an die Aufgabe,


