Aufsatz 
Apologetische Würdigung der Kindertaufe
Entstehung
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nicht auf die Lehre von der Taufe ſelbſt gebaut ſind, liegt es auch begründet, daß ſeine Bedenken und Widerſprüche ſo ganz ſpurlos verhallen. Sein Kampf war ein ſo vergeblicher, daß Origenes, der bei ſeinem Tode grade in der vollen Manns⸗ kraft an der Katechetenſchule zu Alexandrien zu wirken begann, ſchon von der Kinder⸗ taufe nicht als von Etwas ſpricht, das eben erſt eingeführt worden ſei und ſeine Be⸗ rechtigung ſich erſtritten habe; ſondern er behandelt ſie als eine nicht nur längſt be⸗ ſtehende Sitte, ſondern auch als eine ſolche, die, wie ſie auf apoſtoliſcher Ueberlieferung und göttlicher Einſetzung beruhe, einer dogmatiſchen Begründung durchaus nicht mepr bedürfe. Vielmehr ſteht zu ſeiner Zeit die Sache ſchon ſo, daß er aus der Kinder⸗

taufe Gründe für beſonders geltend zu machende, weniger noch ausgebildete Glau⸗ benslehren nimmt. ¹²)

Hiernach ſind alſo die Zeugniſſe vom Anfange des dritten Jahrhunderts an für die Kindertaufe unumſtößlich ſicher. Wie allein ſchon Tertullian mit ſeinem Angriffe auf die Kindertaufe ſtand, ſieht man auch aus Cyprian, der 38 Jahre nach jenem den Märtyrertod erlitt. Er war ein Landsmann desſelben, und ſtellte ihn ſehr hoch. Er führt nicht etwa den Streit über die Berechtigung der Kindertaufe weiter, ſondern unterſucht die Frage, ob man Kinder auch ſchon vor dem 8. Tage taufen dürfe, oder ob man verpflichtet ſei, auf dieſen für die jüdiſche Beſchneidung geſetzten Termin zu

12 Münſcher, a. a. O. Bd. 1., pag. 470.

Requiratur, quid causae sit, cum baptisma ecclesiae pro remissione peccatorum deiur, secundum ecclesiae observantiam baptismum etiam parvulis dari: cum ntique si nihil essen in parvulis quod ad remissionem deberet et indulgentiam pertinere, gratia baptismi super- Hun viderciur. Parruli baptizantur in remissionem peccatorum. OQuorum peccatorum r vel quo tempore peccaverunt? aut quomodo potesi ulla lavncri in parvulis rutio aubsistere nis juxta illum sensum»nullus mundus a sorde eic.?- Ei quia per baptismi sacrumenum natrvitatis sordes deponuntur, propterea buptizantur et parvuli. Nisi enim quis renatus fuerit cx aqun- eic. Ecclesia ab apostolis traditionem accepit euam parvulis baptismum dare. Sciebant enim illi quibus mysteriorum secreta commissa sunt divinorum, quad ossont la Oes gonaiaae sorde⸗ Pecrati, Quas per pam dpiritam abhn deberans.-