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Schutnachrichten.
I. Lehrverfaſſung des Gymnaſiums.
A. Lebrerkollegium.
Kurz vor Beginn des verfloſſenen Schuljahres wurde der dem Gymnaſium zugetheilte Elementar⸗ lehrer Karl Reichard an die Mittelſchule der hieſigen Stadt verſetzt und ſeine Stelle dem an der Realſchule zu Limburg angeſtellten Elementarlehrer Ferdinand Nikolaus Schirg übertragen*)..
Ferner wurde auf Erlaß Herzoglichen Hohen Staatsminiſteriums vom 18. April 1861 der bis⸗ herige Konrektor Bernhardt zum Profeſſor und der Kandidat Weldert zum Kollaborator befördert und der Profeſſor Dr. Lüdecking von ſeinen Aushilfeſtunden an dem hieſigen Realgymnaſium entbunden.
Das Lehrerkollegium beſteht demnach gegenwärtig aus: 1) dem Direktor, Oberſchulrath Wilhelm Lex, Ordinarius in I; 2) dem Profeſſor Dr. Cornelins Cuntz; 3) dem Profeſſor Ludwig Kirſch⸗ baum; 4) dem Profeſſor Konrad Müller; 5) dem Profeſſor Dr. Heinrich Lüdecking; 6) dem Profeſſor Emanuel Bernhardt, Ordinarius in II; 7) dem Konrektor Adolph Seyberth, Ordina⸗ rius in III; 8) dem Konrektor Karl Bogler, Ordinarius in VII; 9) dem Konrektor Friedrich Otto, Ordinarius in IV; 10) dem Kollaborator Wilhelm Schmitthenner, Ordinarius in V; 11) dem Kollaborator Karl Weldert, Ordinarius in VI; 12) dem Elementarlehrer Ferdinand Schirg; 13) dem Zeichen⸗ und Turnlehrer Auguſt de Laspée und 14) dem für beide hieſigen Gymnaſien und das landwirthſchaftliche Inſtitut gemeinſchaftlichen Reitlehrer Viktor vöon Willmaar.
Außerdem ertheilen der Kirchenrath Dietz den evangeliſchen Religionsunterricht und an der früheren Stelle der Kapläne Lorsbach und Schmidt die neu hierher verſetzten Geiſtlichen Pfarrer und Dekanatsver⸗ walter Weyland den katholiſchen an die mit der Prima des Realgymnaſiums vereinigten Schüler der erſten Klaſſe und Kaplan Tripp denſelben an die Schüler der übrigen Klaſſen..
Durch die Entbindung des Profeſſors Dr. Lüdecking von ſeinen Aushilfeſtunden in dem Real⸗ gymnaſium konnte zugleich der an demſelben angeſtellte Profeſſor Dr. Greiß der Ertheilung des eng⸗ liſchen Unterrichts an unſerer Anſtalt enthoben werden.
*) Ferdinand Nikolaus Schirg, geboren den 8. December 1830 zu Laufenſelden, Amts Schwalbach, katho⸗ liſcher Konfeſſion, beſuchte bis zu ſeinem 15ten Lebensjahr die Elementarſchule zu Caub, Amts St. Goarshauſen, darauf zur Vorbereitung auf den Lehrerberuf ein Jahr lang die Realſchule in Montabaur und dann das Schullehrer⸗ ſeminarium in Idſtein 3 Jahre. Nach Entlaſſung aus letzterem trat er in eine Privatanſtalt in Frankfurt a. M. als Lehrer ein und wurde im Frühjahr 1851 in Aßmannshauſen, Amts Rüdesheim, und im Herbſt deſſelben Jahres zu Niederzeuzheim, Amts Hadamar, als Lehrerſubſtitut angeſtellt. Im Frühjahr 1852 erhielt er eine Gehilfenſtelle an der Elementarſchule zu Limburg, wurde im Herbſt 1853 an die dortige Realſchule verſetzt und im Frühjahr 1862 dem hieſigen Gelehrten⸗Gymnaſium als Hilfslehrer zugetheilt.


