Aufsatz 
Griechische Etymologien / von Emanuel Bernhardt
Entstehung
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wovon im Gr. einmal ασα, kochen(coquo), aus ztzjw in der bekannten Weise entstand und dann tr-y, reif(skr. pakva, reif), durch Umschlagen der gutturalen Tenuis in die labiale. So auch dptred, am Baum gereift. M. vgl. öx und ox in 6-*ο, 6 Saduς und drjs= Jooe, - raAdos oc-ulus; a= sec= Skr. sac, folgen u. a. und es wird nicht auffallen, dass dieselbe Wurzel mit dem ursprünglicheren und dem daraus entstandenen a im Gr. existirt. Curt. in K. Z. 3, 401 sdq. Ebenso wenig Anstand hat es, dass der ursprüngliche Vokal« in einer verein- zelten Form sich erhalten hat, während er in andern zu e geschwächt ist. Man vgl. 2. B. pera und Gε᷑ρ, opeox und dρασνκας, Ha‿†eus, Bopeus und pereus u. a. Das g statt x findet seine Erklärung durch die vielfach gemachte Beobachtung, dass die liquidae auf einen neben ihnen stehenden Consonanten nicht selten einen aspirirenden Einfluss üben. So entsteht z. B. Spdοσσ aus rαρέ⁴οσσν, σιςρν aus Gασeσαα‿αs, Ixvog aus-e, wpöxyv aus und ν. Leo Meyer vgl. Gr. I, 244. 247. Doed. HGI. I, p. 153. In unserm Falle wäre also die Aspiration des dem voraufgehenden& zuzuschreiben, wie z. B. in ꝓↄτιιααςος neben πό6606, oder wie dem nach- folgenden die Aspiration des in αeόάιμ neben ⁶αάηάα⁴ς, in daαrxε neben dαννκ. Wenn aber paz identisch ist mit zex, reif, so kann die erste Silbe von d†ρα nur eine Negation enthalten und unserm deutschenun entsprechen, sei es nun, dass man von der ursprünglichen Form des privativen Präfixes aνᷣα ausgeht, die sich in eν⁴˙ννοο, ohne Brautgeschenke,&α- Arros, unverhofft, a⁴αeνenog, athemlos, und apocopirt in Aεμι‿αρσα, Sprachlosigkeit, erhal- ten hat und eine Verdunkelung des a durch Einfluss des Nasals annimmt, wie sie im äolischen Dialecte häufig ist(οSerra= Aαεεντα, bSLevt== dνακννέενα mhu. a. auf Inschriften. Ahr. diall. I, p. 76), oder von der Form»a= skr. na, aus der durch Umstellung gewor- den sein könnte. Dies letztere hätte eine Analogie an 6 †αάς, dessen erste Silbe, wie die von um-bilicus, verglichen mit skr. nâbhi, ad. nabalo durch Metathese aus na entstanden ist. Aehnlich Syok- unguis- skr. nakha, ungula. skr. nakhara, d. nagal(Benary R. Lautl. p. 231, dessen Ansicht vor der Bopp's Gl. s., der ein vorgeschlagenes o wie in 6q;pu, doμμα u. a. an- nimmt und 6 ʃααo aus 6⁴μάχας entstehen lässt, den Vorzug behaupten dürfte, namentlich wegen des Zusammentreffens mit dem Lateinischen.).

Von ε½ε scheint das Gegenstück zu sein υκφαε, dessen Existenz nur aus Hes. bekannt ist. σιςρασ●άαόαάμ euννοο. Gνρeεενιν ννπνeeev. Wenn man die Bedeutung vergleicht υςφαε, süsser Most, ερꝓφρας, sauere Traube, eαφραχχεενν, reife Früchte erndten und 6 ꝓᷣ εœƷe, unreif sein, αμεφραόράσαεοσεαα im Sprüchwort Tixενλ˙ος ννμρραρκᷣexaαein Sikuler stiehlt unreife Früchte, wenn man ferner die Uebereinstimmung der letzten Silbe beachtet, so kann man kaum umhin, an eine Stammverwandtschaft beider Wörter zu glauben. Freilich wohl kaum, wie es Benfey thut(1I, 551), der dieselbe v αꝓαχά wie beiαε in der Gestalt vꝓ† zu Grunde legt und gνßas durchblasenwerfend,aufgährend erklärt. Ebenso wenig befriedigt die Ansicht Lobeck's, der path. I, p. 121 proll. 319 einen Zusammenhang mit 5*νς, sucus, vermuthet und bei Curtius(Kz. III, 412) Zustimmung gefunden hat. Sollte sich vielleicht in ov eine Neben- form von es, gut, skr. su, erhalten haben und οςßæ eigentlichgut gereift, sehr reif heis- sen? Das Wort müsste dann uralt und im geraden Gegensatz zu εαμροαα entstanden sein, woraus sich das sonst auffallende erklären liesse.