Aufsatz 
Griechische Etymologien / von Emanuel Bernhardt
Entstehung
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Um auf rérns noch einmal zurückzukommen, so würde sich die Vermuthung Benfey's, es gehöre zum Pronominalstamm ra, wovon ò für r= suus, skr. sva, Verwandter, be- grifflich sehr empfehlen(WL. II, 202). Man müsste annehmen, dass an den Stamm ore= Fe Suffix'rn, des auch in οƷανναννα, μοενε, Prlerng u. a. die Bedeutunggehörig hat, getre- ten wäre. Indess hindert auch Nichts, für dieses Wort an der ldentität mit skr. vatsa festzu- halten. Die Bedeutung würde vortrefflich stimmen, wenn man dieses, wie Benf. 1, 303 vermu- thet, aus der Wurzel vas, wohnen(fut. vat-sjami) herleiten dürfte. rérng würde dann so viel sein wie oizezog. Der Ausfall des s hat eine Analogie an Féros, das Jahr, skr. vatsa.

8) 3 f αs.

Dass öꝓs ursprünglich Adjectiv ist und unreif bedeutet, unterliegt keinem Zweifel. Zwar wird es meist von den Trauben gebraucht und zwar als Subst. gen. fem. dαμρρα, wie schon in der einzigen Homer. Stelle, in der es vorkommt:

Od. 7, 125 ⁴οσιε τ ε†αάσε siο

. dνs d†piεασα πτeαν νᷣ υmνε‿νρν⁴esεοvov.

Davor sind unreife Trauben, die die Blüthe abstossen oder sich eben röthen. Aber auch von der Olive wird es gesagt und von Früchten aller Art, sowie von Menschen(Steph. thes.). In weitester Bedeutung ist esherb, sauer(Hes. dερραασάα ανα τ⁴ mαχνπμνρ⁴ αl εεα, ovr 3Sνα Phot. Spaxa d bονν Qυιιοααυαινν.). Aus dieser Begriffsbestimmung geht her- vor, dass die Etymologien, die von der GrundbedeutungTraube ausgehen, nicht richtig sein können, wesshalb Benfey WI. I, 550 mit Recht die Parallele mit uva, an die Pott(et. E. 2, 507) denkt, zurückweist, sowie auch durch die Zusammenstellung, die Doed. HGl. I, p. 153 n. 114 giebt: dαʃφ⁴αε 5e. A.εαπκιιαοονν eldo Hes. Nichts gefördert wird.

Benfey I. l. führt das Wort auf V †αim Zustand des Blasens sein zurück und lässt es aus σmασmφμνμεα= G νl/ α, das ebendaher stammen undWindbeutel heissen soll, durch die Mittelform önꝓaes(spir. asp.=) entstehen, deren Hauch im Anlaut wegen der folgenden aspirata weggefallen sei. Danach würde also öæs den Windbeutel unter den Trauben be- zeichnen. Dass es dem grossen Gelehrten bei dieser Etymologie selbst nicht recht geheuer war, beweisen seine Schlussworte:Ich gestehe gern, dass diese Etymologie das Suchen nach einer vielleicht besseren nicht verbietet. Eher könnte man versucht sein, an μs, roh, zu denken, wie Rost in Damm. Lex. Hom. s. v.: probabilius vocem pro simplici habebis et pro cognata cum adj. ⁶α, der es demnach für eine Weiterbildung von 6 hält. Aber ein Suf- fix-Pax giebt es doch nicht und deshalb sahen die alten Etymologen, die ebenfalls von 651 ½ ausgingen, in dem zweiten Theil des Worts die pay, essen, und erklärten 3 αμ⁴ρααάφρ durch ꝙεi τ˙5 †αφᷣOν(E. M. s. v. Suid. s. v.). Doch dann würde man gen. 3 ꝓνos statt dꝓαάααχασσ erwarten, abgesehen davon, dass άςo fast nur vom Fleisch, Juſas fast nur von Früchten ge- sagt wird. 3

Nach alledem scheint also das Wort noch nicht genügend aufgehellt und ein neuer Ver- such, es zu erklären, gerechtfertigt. Ich zerlege das Thema 6ca in die beiden Silben ν und paux, und setze, um mit dem zweiten Theil zu beginnen, paz= Skr. pac, kochen, reifen,