Aufsatz 
Griechische Etymologien / von Emanuel Bernhardt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

20

II. 9, 460 sind réraw und àνινοα verbunden, Od. 4, 16 elroves i Férat, während kurz

vorher v. 3 von denselben Leuten rérau allein steht:

rdv' euν αeνe dνμαν πανονασ τεrαe

vieo Srprd oνα 6 ενι ½εεοσ. Soviel geht doch aus diesen Stellen hervor, dass die érae sich verwandtschaftlich oder nach- barlich ans Haus, an die Familie anschliessen, während die srazpos nur gedacht werden können als zu der Person eines Einzelnen in ein selbstgewähltes Verhältniss getreten. So scheint auch der Schol. II. 5, 695 verstanden werden zu müssen, wenn er sagt: ol ut erαιοο ροσοισκσναιαιϊεειμννες J‿a oi e Spidot oixelot eo πη‿ σέόωνοπσ π̈ροοσσρνντνες doπτε l rn ld 6 Je. Tra ε o σeeπιιοι, Jeirovee ol rAnolον eoyrsg. Er meint offenbar, die éraiοον verbinde ein persönliches Verhältniss, die Irawo ein Familienband. So erklärt auch Zonar. s. v. Ergoννν, pprevéoν. Die bei Hes. und Suid. vorkommenden Defi- nitionen durch oxαεaνι und ônuoraw deute ich so, dass sich der Begriff der oiæeiot, der sich ans Haus Anschliessenden, zu dem der Mitbürger erweiterte, während sich kaum denken lässt, dass dies bei srarpon möglich gewesen wäre.

Ist nun aber der Unterschied der Bedeutung zwischen èrxawQ und éraipoe derselbe, wie zwischen Gefährte und Angehöriger, so halte ich das für ein ebenso wichtiges oder noch wichtigeres Bedenken gegen die Ableitung beider Wörter aus einer Warzel, wie die lautliche Differenz. Ich stelle deshalb E ταροσο zu skr. sahacara, d. h. zusammengehend, einem aus saha= sa, mit, und car, gehen, entstandenen Compositum. Dem saha= sa entspricht gr. (vgl. 2eæaorog Ahr. K. Z. 10, p. 59 sqd. isnc= Skr. sahasd. εƷανρς= skr. çgvaçura).*) car ist gleich gr. rap, indem c durch x, wie in ca= re, catur= réodapes, panca= xeνre u. a. vertreten wird. Dann würde érapos(mit Suff.* Ʒεꝓ τ‿⁵ι½¶ έ. Braενοος) gleich dκα αοωο˙ε ος sein und ursprünglich den Begleiter bezeichnen, ganz so wie das d.Gefährte aus ga= zu- sammen, mit, undFahrt=Weg entstanden ist, oderGesinde, ahd.gasinthja, aus ga und sinth(Weg, senden).

Aus dem Begriffe der Begleitung entwickelt sich sowohl der, des gleichstehenden, befreun- deten Genossen(krapos und Gefährte), als der des untergeordneten Dieners(dννονοοσ, Ge- sinde). Zu dieser letzten Classe gehören auch die doο. Prnperαα, Sepdmπονes, dαωνμνοο. A6ρ ε½ ν.&Sepdrevov. ³. Jααονκισσ. Hes. Doederlein leitete früher**) dies Wort von ar, folgen, ab, wie socius von sec(sequi) skr. saciva von sac herkommt und Pott et. F. ¹ II, 33. Benf. WL. I, 431 schliessen sich an. Mir scheint doeox aus αιυσα(von 6³6, Weg) entstanden zu sein, wie xee von ι⁵αοοσ und denWeggenossen zu bezeichnen, wie αeναν Sog(von adãzerSoc). Der Hiatus wurde bald durch Synkope des o(deog. Lob. path. 1, 20, der es von deue herleitet), bald durch Aphärese des« beseitigt(òssiαοo Sepreic Hes.). Zu ver- gleichen sind auch noch 5νααo und droν, die wohl schwerlich getrennt werden können und auf" pad, gehen, zurückgeführt werden müssen, 5= d= sa, mit, wie in ôrérn«, gleich- alterig(Benf. WL. II, 92.).

*) Ereoos erklärt sich am einfachsten als Comparativ von 8= 5= 8kr. sa, dieser, und heisst also dieser im Vergleich zu einem Zweiten.

**) Comment. de alpha intensivo p. 12. Jetzt anders HG1 856:Kocos, der Diener bei Aesch. Ag. 2 23 scheint mit 594α verwandt.