Aufsatz 
Griechische Etymologien / von Emanuel Bernhardt
Entstehung
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diese Bedeutungen aus dem BegriffeGeschenk, Gabe sich entwickelt haben, aber nicht aus dem BegriffeStolz. Der Zusammenhang mit ανοος und die Entstehung aus V garv, superbum esse, wird also mehr als zweifelhaft. Dagegen hindert gar Nichts, an 7ep, skr. gar, gf, an- zuknüpfen, dienehmen heisst und sich in νεipeuv, à-ε-, sammeln, eigentlichzusammen- nehmen unverstümmelt erhalten hat(Bf. WL. II, 141). Dass dies die Grundform ist, aus der sich durch den Wechsel der liquidae ελ(à&-*λα-), T4ν(Tꝝν το= FAero, Wie Plyrarog dor.= pidraros, ενν= eSery, εε μ( ½ά.̃ re5 G, lat. pulmo, voτνο έ AOrpoy u. a.), ferner durch ein hinter dem Guttural, wie oft, eingeschobenes Digamma, welches entweder den fol- genden Vokal verdrängte, v(d- p-, wie Frr-ü aus Teε), oder den Abfall des anlautenden 7 zur Folge hatte, ral(raα‿εοαeναονμμαι VeX.(Te*.-eiv) entstand, ist nach den Resultaten der Sprach- vergleichung als ausgemachte Sache zu betrachten(Legerlotz in K. Z. 8, 120 u. a.).

Wenn man nun auchοας von V Tep, nehmen, herleitet, so ergiebt sich als Grundbe- deutungdas, was Einer nimmt, empfängt(àεμ8ε&eνε heisst nehmen und empfangen) und das Wort wird ein Synonymum von. Dass sich daraus die BedeutungenLohn, Loos, Thell, Amt(munus), Würde, Auszeichnung im Kriege(donum militare) entwickelten, hat nichts Auffallendes. So heisst denn auch in der oben angeführten Stelle, h. i. Ven. et Merc., wo Tεpas und run verbunden sind, das erstereLoos und Soph. Phil. 1061 der Bogen des Phi- loctet εα& als das nach göttlicher Fügung ihm von Hercules zu Theil gewordene Geschenk. Bei Thuc. 1, 13 ferner ιντερον§'ον x: Snrols Teao πνpμ aue, Sind Surd Tε᷑εα‿ vertragsmässige Leistungen, Gaben.

Dass epalpetrbegaben, durch Gaben ehren heisst, geht aus Stellen hervor, wie II. 7, 321:

Gꝓꝓτ⁵οουσην mỹs Aανσασαα νπνερκεεεσ έ‿νεμινσεν. 0d. 14, 437 rri e roν ενσνν ἀeράχοςσι τεεαeν⁸. 7αmρς kommt bei Homer zweimal vor: II. 3. 170 ⁴emμνν S υν εꝓνό osπαι Fi*ον ꝓν,αeυσισασσ 050*% O0ꝓ‿ †νοραρν ib. 201 dAνρμό εένιοωο̈ οο /εααορρνεεεο εeν OJ voεs. Es bezieht sich offenbar auf die äussere Erscheinung, die zur Bewunderung herausfordert, aber ehrwürdig, wie man es gewöhnlich übersetzt, will doch nicht recht passen, vielmehr scheint es unsermstattlich, wohl ausgestattet, und dem lat. ornatus zu entsprechen und lehnt sich so auf ungezwungene Weise an die Grundbedeutung des Primitivums an.

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7) Bratpos.

Christ gr. Lautl. p. 251:vatsala-s wird besonders oft in den indischen Dramen in der trauten Anrede wie unser lieb' Freund gebraucht und ist eine Weiterbildung von dem primi- tiven vatsa-s, Sprosse, Sohn; dem letztern entspricht das griechische rérag, wie in dem be- kannten Vertrag der Elier und Heräer C. I. No. 11 geschrieben steht, dem ersteren gr. ε τ‿ααιαν und Eérapos, deren spir. asp. der schwache Rest des ursprünglichen Digamma ist.

Möglich, aber nicht wahrscheinlich! Denn erstens bleibt es doch sehr auffallend, dass eine Weiterbildung, die ihrem Primitiv so nahe liegt, einen andern Anlaut erhalten haben sollte, oder

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