Aufsatz 
Wie lehren wir die elementare griechische Syntax im Anschluss an die Lektüre?
Entstehung
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Comenius(Ygl.

Haufen zusammenwerfen säuberlich zu unterscheiden, zu benennen und zu ordnen.

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wältigung des für die betreffende Stunde auf- gegebenen Abschnittes im voraus. Die an-

deren Erscheinungen, beziehungsweise die be-

züglichen Mustersätze lassen wir, nachdem ihre Erklärung durch die Ubersetzung des Lehrers festgestellt ist, unterstreichen. Sie werden dann in der nächsten Grammatikstunde vorge- lesen, übersetzt, vorkommenden Falles mit dem Lateinischen oder Französischen verglichen, auch, wenn es förderlich erscheint, in das Lateinische wörtlich übertragen, und endlich die Regel davon abgeleitet.

Auf diese Weise wird die Lektüre nicht durch grammatische Erörterungen belastet, und doch ist für das scharfe Verständnis der be- treſfenden syntaktischen Erscheinung beim Lesen

der Stelle ausreichend gesorgt. Daneben halten

wir erstens auf schr genaues Vorbe-

reiten der Lektüre scitens der Schü-

ler. Wir lassen z. B. bei Verben, die den Genetiv oder Dativ nach sich ziehen, wie bei- spielsweise bei soissd'at oder stitièeoha stets den betreffenden Kasus im Vorbereitungsheftchen dazu schreiben und fragen auch immer die Verben mit diesem Zusatze ab.

Dass bei den Extemporalien, die ja an die gelesenen Abschnitte angeschlossen werden, die beste Gelegenheit geboten ist, diese prak- tisch gelernten syntaktischen Dinge zu befestigen,

bedarf keiner weiteren Ausführung. ¹)

Wir kommen nun noch zu der Frage nach der systematischen Behandlung der vorher gelernten Einzelerscheinungen Denn wenn wir auch das Beispiel wieder in seine Rechte einsetzen wollen, die ihn schon von Didactica magna, 16, 18) zugesprochen wurde,²) so müssen wir doch auch für lichtvolle Gruppierung der vielen Einzel- erscheinungen sorgen; wir müssen die gewon- nenen Resultate in kurz und knapp gestaltete Regeln fassen. Wir würden sonst einem Manne gleichen, der zahllose Edelsteine auf einen wollte, ohne sie fein

Diese systematische Arbeit nehmen wir nun am besten in bestimmten, auf einander

¹) Es ist selbstredend, dass auch hierbei eine . Einübung des unbedingt Notwendigen ge- meint ist, und dass auch diese grammatischen Uebungen in erster Linie der Lektüre dienen sollen.

²) Vgl. auch Willmann, Didaktik als Bildungs- lehre; p. 329.

ENXKhvxe.

und Böses zufügen.

folgenden Zeitabschnitten, etwa von Vierteljahr zu Vierteljahr, vor. Wir wollen aus unserer langjährigen Praxis in Obertertia eine solche Zusammenfassung und Regelfeststellung geben. Es handelt sich dabei um die Gruppierung der in der Lektüre vorgekommenen Einzelerschei- nungen auf dem Gebiete der Kasuslehre. Den Schülern ist etwa vierzehn Tage vorher zur Aufgabe gemacht, die bisher festgestellten Musterbeispiele nochmals durchzuschen Wir bemerken übrigens, dass es uns an dieser Stelle weniger um eine vollständig erschöpfende Mit- teilung aller Einzelheiten zu thun ist, dass wir vielmehr nur den Gang des Verfahrens aufzeigen môchten.

Wenn wir die eingestreuten Zwischen- bemerkungen übergehen, ergiebt sich etwa das folgende Unterrichtsbild.(L.⸗Lehrer, S⸗Schüler!) L. Wir wollen die mancherlei Erscheinungen auf dem Gebiete der Kasuslehre, die wir an einer. Reihe von Beispielen aus der Lektürel) uns gemerkt haben, in eine Übersicht bringen

und die Regeln, die sich daraus ergeben, kur⸗z

feststellen. Nennt mir ein Beispiel für den echt griechischen Gebrauch des Akkusativs! S. Oi,as ra nokls Rld⁴ AersvO- Sy rols dpioos II=Hοv. L. Was zeigt der Ausdruck rd nokena an? S. Er zeigt an, in welcher Bezichung Orontas unter die Edelsten der Perser gerechnet wurde L. Wie nennt man diesen Kasus des- halb syntaktisch? S. Man nennt ihn den Akku- sativ der Bezichung oder der Einschränkung. L. Wie noch mehr? S Accusativus graccus. L. Welchem lateinischen Kasus entspricht er also? S. Dem Ablativus limitationis. L. Nennt mir nun ein Beispiel einer Verbialuns eines Verbs mit dem Akkusativ! css rode L. Welches üe n könnte statt skep auch stehen? S 5Oyväwa. L. Werden nur G2ekeiy oder wwdye 8o konstruiert? S. Nein, auch d und LA⁴ς ν werden mit dem Akkusativ verbunden L. Fasst also das Ganze in eine Regel zusammen! S. Die Verben mit der Bedeutung: nützen und schaden, Gutes verbindet man mit dem Akkusativ. L. In der nächsten Klasse werdet ihr eine Ausnahme kennen lernen: J.ctsAetv. nützen, von Vorteil sein; dies wird mit dem

¹) Den Wortlaut der Beispiele haben wir manchmal, ihrem vorliegenden Zwecke entsprechend etsas, wenn auch unwesentlich, geändert, beziehungs- weise vereinfacht.