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Allweiſen, dem Heiligen und Gerechten, der uns nach ſei⸗ ner Weisheit und Güte ſo geſtellt hat in der Welt, die freiwillige Ergebung in— nicht blos Unterwer⸗ fung unter— ſeinen heiligen Willen in dem Gemüthe zu beleben, das Muſterbild unſeres Meiſters, des Heilan⸗ des, in ſeinen hierher deutenden Zügen vor ihm zu ent⸗ falten, und ſo ſich des religiöſen Antriebes zu bedienen, um jene menſchlichen Triebe der Herrſchaft der Vernunft zu unterwerfen und in ihren Schranken zu halten. So werden die früher durch das religiöſe Familienleben gemach⸗ ten Eindrücke im Zuſammenhang dem eigenen Denken näher geführt, ſo werde, beſonders in dieſer Gemüthsſtellung, Das, was der Religionunterricht gelehrt hat, in's Leben eingeführt, zum Leiter des Verſtandes, Herzens und Gemüthes, zu rechter Lebensweisheit erhoben. Behülflich hierzu ſind der nun auch erwachende Sinn für das Schöne, für Symmetrie und Harmonie, für das Wür⸗ digeund Große, das Natur und Kunſt anſchaulich machen, der Trieb, zu erforſchen, was wahr und begründet iſt im Leben wie in der Wiſſenſchaft, was als zweckmäßig, dem Guten und Rechten förderlich erſcheint und ſich bewährt. Das Beſprechen dieſer Gegenſtände geſchehe aber nicht in hohen, vom Dreifuß herab ertönenden Phra⸗ ſen und ſchönen Reden, die Zurechtweiſung nicht im gebie⸗ tenden Tone, ſondern traulich und herzlich, in der ſchlichten Sprache des geſunden Menſchenverſtandes, verſtändlich auf der Stufe, auf der der Zögling ſteht.
Nicht vergeſſen dürfen wir hierbei, daß die genannten inneren Antriebe nicht immer in der Folge erwachen, in der ſie hier, den Geſetzen des Denkens gemäß, aufge⸗ führt ſind. Vielmehr lehrt die Erfahrung, daß dabei nach


