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begabten Weſen den Hebel der ſinnlichen Luſt mit in'’s Spiel zu ziehen, ſo ſehr wir verpflichtet ſind, dieſen weiter hinauf mit den geiſtigen Hebeln zu vertau⸗ ſchen, um den Menſchen immer mehr von der Uebermacht der Sinnlichkeit zu befreien und dem Geiſte allein dienſt⸗ bar zu machen. Deshalb ſind ſinnliche Reize: die Aus⸗ ſicht auf Belohnung durch Geſchenke, unſchuldige Vergnü⸗ gungen ꝛc., auf der unterſten Stufe der Kindheit,(manche, obgleich nur wenige Menſchen bleiben ihr Leben lang auf dieſer ſtehen,) wohl anzuwenden, müſſen aber, ſobald ſich die beſſeren geiſtigen Antriebe zeigen, mit den edleren Hebeln vertauſcht werden.— Mit jedem Schritte, den das moraliſche Gefühl, das werdende Gemüth in dem Kinde vorwärts thut, feiert die Erziehung ihre Triumphe. — Darum, ihr Aeltern, ſeyd vorſichtig in euern Verſprechen ſinnlicher Befriedigung durch Ge⸗ ſchenk, durch Vergnügen, durch Lob bei den Kleinen, und ſtellt ſie gänzlich ein, ſobald die Freude an euerer Zufrie⸗ denheit, an der geſchaffenen Freude Anderer, an der guten That ſelbſt bemerkbar wird, ſonſt erzieht ihr eigennützige Menſchen, die wohl einen eigenen Willen, aber mit fal⸗ ſcher Richtung bekommen.
Mit dem Erwachen der Freude über die Zufrie⸗ denheit der Aeltern, des Erziehers mit dem Kinde, über das angenehme Gefühl, das es durch ſeine Handlung in Andern, ſelbſt in vernunft⸗ loſen Geſchöpfen geweckt, über die Minderung der Noth, des Schmerzes, die es dadurch bewirkt hat, iſt der Hebel des inneren beſſeren Gefühls, des Her⸗ zens in Bewegung geſetzt, der zweite Schritt in der Anre⸗ gung des eigenen Willens gethan. Er führt bald zum dritten: das Kind fühlt ſich glücklich in dem Bewuſſtſeyn


