Aufsatz 
Von der Bildung zur Selbständigkeit
Entstehung
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lich hinzu: freien) Willen verliert, deſto mehr nähert er ſich dem Thiere; nur der eigene Wille fördert die. Kraft des Geiſtes und erzeugt menſchliches Thun. Und nur das Wollen verdient den Nahmen des eigenen Wol⸗ lens, zu dem der Antrieb nicht von auſen, ſondern aus dem Innern des Wollenden ſelbſt kommt, deſſen er ſich klar bewuſſt iſt,(beſtimmt weiß, was er will). Da⸗ durch unterſcheidet ess ſich von dem ſinnlichen Begehren, Gelüſten, von dem von Sinnlichkeit und Leidenſchaft beherrſchten, daher unfreien und blinden Eigenwillen. Auf die inneren Antriebe müſſen wir daher zunächſt unſer Augenmerk richten, wollen wir einen eigenen Willen in dem Kinde heran bilden.

Dieſe Antriebe werden hauptſächlich geweckt durch die ſinnliche Empfindung und das Gefühl, unterſtützt von der Vernunft, dem Verſtand und der Einbildungkraft. Durch dieſe entſtehen die ſinnliche Luſt, das morali⸗ ſche Gefühl für Wahrhaftigkeit, Rechtlichkeit, für das Gute im Allgemeinen und das Nützliche im Beſonderen, das religiöſe Gefühl für das Heilige, Höchſte, Göttliche, der Sinn für das Schöne, Edle, Erhabene, und der für Wahrheit(Das, was wir für wahr erkennen) und Zweckmäßigkeit. Das ſind die inneren Antriebe, die Hebel, die wir zur Bildung des rechten eigenen Willens in unſern Kindern in Bewe⸗ gung ſetzen müſſen.

Hierzu ſind uns äuſere Mittel zur Hand, von deren zweckmäßigem und fleiſigem Gebrauche der Erfolg abhängt. Der Menſch auf der unterſten Stufe ſeiner Befä⸗ higung iſt mehr Sinnenweſen: das Geiſtige ſchlummert noch in ihm. Deshalb iſt nicht nur erlaubt, ſondern zweckmäßig, in den erſten Kindesjahren und bei dürftig