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Anlage zu eigenem, feſten Willen; in dem erſten die meiſte Kraft und Trieb zum Selbſtſchaffen, dem melancholiſchen und phlegmatiſchen fehlen dieſe Gaben am meiſten; in dem ſanguiniſchen iſt das Herz, in dem melancholiſchen das Gemüth vorherrſchend. Sehen wir auf den Unterſchied des Geſchlechts in dieſer Hinſicht, ſo ſcheint allerdings dem männlichen, das mit allen ſeinen Eigenſchaften mehr nach auſen gerichtet iſt, der eigene feſte Wille, die Ge⸗ müthskraft, der Muth und die Luſt zu weit verbreiteter Thätigkeit mehr inzuwohnen, während das weibliche Weſen, ſeiner Natur nach, ſchon frühzeitig mehr Herz und Treue in Erfüllung ſeiner Pflichten, mehr Fleis und Emſiigkeit im engeren Wirkungkreiſe zeigt. Nicht ſelten ſteht aber auch das Weib, ſelbſtſtändig in ſich und den ſchwachen Mann in ſeinem Schwanken auf eine zum Bewundern würdige Weiſe vertretend, tragend und hebend, an der Spitze der Geſammtverwaltung, ſelbſt des bürgerlichen Berufes.— Darum Achtung und Ehre dem Menſchen in allen Individuen, ſeyen ſie auch nach Anlagen, Tempera⸗ ments⸗ und Geſchlechts⸗Eigenthümlichkeit noch ſo verſchie⸗ den: alle ſind bildungfähig zu irgend einem Grade von Selbſtſtändigkeit, zu dem der Schöpfer ſie beſtimmt hat. So nachdrücklich ich daher früher(ſ. die Einladung⸗ ſchrift v. J. 1841) auf die Nachahmung und Gewöh⸗ nung, als zwei Hülfsmitteln in der Bildung hingewieſen habe, eben ſo dringend muß ich hier auf die Bildung des eigenen Willens, des dem Menſchen eigenen Ganges, ſchon in dem frühen Alter des Kindes hinweiſen. Der eigene freie Wille des Kindes ſoll allerdings geleitet, gerichtet, da, wo es nöthig iſt, gebeugt, aber nicht gebrochen, nie vernichtet werden, wenn dieß auch thunlich wäre. Je mehr der Menſch ſeinen eigenen,—(ich füge nachdrück⸗


