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verletzt zu haben, drückt, gibt ihm der Gedanke:„Gott „verſtößt den Sünder nicht, wenn er ſich reuig „naht und eifrig iſt, ſich zu beſſern,“ Kraft, ſich vom Falle zu erheben. Wie nun das tüchtige Wollen ein klares Denken voraus ſetzt,— da der Selbſtſtändige nur ſeines Glaubens lebt,— ſo nöthigt die Aus— führung wieder zur Beſonnenheit, der Mutter alles menſchlichen Gelingens. Dieß Gelingen, der Gedanke: Das, was ich geſchaffen habe, erſcheint es auch in ſeiner nächſten Wirkung noch ſo unbedeutend, iſt nächſt Gottes Hülfe mein Werk, meine Vernunft und mein Gewiſſen waren dabei meine Gebieter, gibt dem ſelbſtſtändig Han⸗ delnden eine Erhebung, einen Muth, eine Luſt zum Handeln und dieſem dadurch eine größere Kraft; Die, welche mit dem Selbſtſtändigen das Rechte ernſtlich wollen, ſchließen ſich an ihn an, ſelbſt die Schwachen, die noch nicht fähig ſind, ihren eigenen Weg zu wandeln, erfreuen ſich ſeines Rathes und werden aus ihrem Schlummer geweckt; ſo bildet ſich eine immer größer werdende Macht gegen die Gewalt des Schlechten und für das Wohl der Menſchheit. Blicken wir auf die Glaubenshelden aller Zeiten und Zonen, die Maccabäer, einen Paulus, die Mär⸗ tyrer der erſten Jahre der chriſtlichen Kirche, auf einen Luther und ſein kräftiges:„Ich kann nicht anders, Gott „helfe mir! Amen!“ wenn wir eine Anſchauung von dem ſelbſtſtändigen Mann erhalten wollen.
Ich unterlaſſe, das Gegenbild zu dieſer Schilderung zu zeichnen, die Originale dazu finden ſich zu aller Zeit, auch in der unſerigen, und die unſeligen Folgen der Träg⸗ heit, des matten hin und her Schwankens, des blinden Nachahmens Anderer, der Unbeſonnenheit, des Rechtverdre⸗ hens durch Liſt und Mißbrauch der weltlichen Macht


