Aufsatz 
Zur französischen Orthoepie, mit besonderer Berücksichtigung schwebender Fragen
Entstehung
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s in den Zeitformen des Verbs: gésir, gisons, ez, ent u. ſ. w.;

ss. Beiſp. lassé, baissé, susse;

sc. science, scier, Scipion;

c vor e, i, y: ceci, Crécy, berceau, morceau, monceau;

g vor a, o, u: ga, leçon, reęu(dieſes Zeichen heißt cédille).

ch in Joachim= Joissin(im Norden= paroisse von parochia); auch wie Joichin:

t bei den Endungen tion, tial, tiaire, tiel, tieux, tient,(lat. tio, tia, tiarius, tiosus, tiens) Création, portion, prophétie, aristocratie, Diplomatie, Béotie, initial, plénipo- tentiaire, ambitieux, patient, ſowie bei den Verben auf tier, wie balbutier, initier, mit Ausnahme von chaäͤtier; ferner in satiété; dazu Eigennamen, wie Domitien, Dioclétien (lat. anus) und Vénitien, Egyptien, welche lauten wie in Alsacien(nicht in chrétien), ferner in Vénétie und Rhétie.

Anmerk. t bleibt in der Endung tion als t hörbar, wenn s oder X davor ſteht, wie bei digestion, mixtion, question.

x. Beiſp. Bruxelles, Auxonne, Auxerre, soixante.

Der ſanfte Slaut, wie in Roſe, wird dargeſtellt durch:

5 zwiſchen Vokalen. Beiſp. Raison, voisin, masure(nicht nach naſilirenden Lauten, wie chanson, Samson, pinson= pincon);

s in der Sylbe trans vor Vokalen, wie transiger, transit, transaction(ſcharf in transir und Transylvanie(überhaupt ſanfter vor ſanften Conſonanten, wie m, b und v als vor p und t: svelte, Asdrubal; transmutation, ſanfter als transporter;

s nach Conſonanten in Alsace, balsamique, persécuter, persister und Abg., auch in consister, consécutif. 1

z in allen Fällen, außer am Ende des Wortes, wo es lautlos iſt: zèle, zibeline, zone, zoo- logie, douze, amazone;

tz in Metz, Retz;

x in Six, dix, dixaine, dix-huit, deuxième, dix-neuf.

Der ſcharfe Ziſchlaut ſch wird gewöhnlich dargeſtellt durch:

ch. Beiſp. Chaise, chapeau, chambre, aber auch durch:

sch in Wörtern griechiſchen und deutſchen Urſprungs, als: schisme, schiste, Eschile, Schiller, ferner durch:

sh in Wörtern engliſchen Urſprungs, als Shéridan, fashionable, Shakespeare, endlich durch

c in Wörtern ſpaniſchen und italieniſchen Urſprungs, wie: vermicelle, violoncelle(Aus demſelben Grunde lautet ch wie k in Michel-Ange und orchestre).

Für den ſanften Ziſchlaut, der ſorgfältige Uebung verlangt, gelten:

g vor e, i, y als gener, gibier, gymnase, geoôlier, ſowie j in allen Stellungen, wie: Joli, Jacques, donjon, jaune, jus.

5) Sowie im Deutſchen, ſo find auch im Franzöſiſchen die Kehllaute härter oder weicher. Der harte, durch k bezeichnete Kehllaut wird dargeſtellt durch: 35

c vor a, o, u oder Conſonanten als Couleur, colère, calèche, cuiller, crac;

qu im Anlaute vor allen Vokalen: quatre, quel, qui, quotidien, queue, piqúre(g in der erſten Sylbe von gangréène). ¹