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d) bei den Endungen erd, ert, ers, wie perd, sert, anvers, univers, ſowie er bei fremden Eigennamen: Jupiter, Oder, Antipater;* e) fete, précherai, béche, téte, bête(nicht wie Beet); dagegen wie eh, wenn die ſolgende Sylbe volllautend iſt, wie in bétise, bécher, féter, précher, préter, wo der Ton auf die folgende Sylbe übergeht ¹); f) avais, frais, dais und ähnlichen mit lautloſen Endconſonanten, ferner in den Endungen air, eil, eille: wie clair, air, vieil, Vormetlle 1 Gedrängter, wie bei hell, Proceß in: bel, ciel, estime, Est, Quest, Brest, testament, esclave und ähnlichen mit doppelten Conſonanten. Hierher gehört auch ex im Anlaute vor Conſonanten, wie extréme, exposer, exprimer, wobei durch die härtere Ausſprache des x, der Laut des é zu è gehoben wird.
Anmerk. 1. Zu Anfang der Wörter mit der Vorſylbe de oder re vor ss, wie ressort, ressentir, ressemer, dessus und dessous, hört man des folgenden Uebertons wegen nur ein kurzes ö; desgleichen in cresson; doch nicht in ressuyer, ressusciter.
Anmerk. 2. Bei der alten Orthographie wurden beſonders die Endungen gewiſſer Zeitformen mit oi ge⸗ ſchrieben, welche ä lauteten: desgleichen war François Franz, nicht von Frangçais Franzoſe, zu unterſcheiden; ſchwankend iſt jetzt noch roide oder raide.
X, welches an und für ſich nur ein i vorſtellt, gilt in Verbindung mit andern Vocalen für zwei i, ſo zwar, daß das erſtere mit dem vorſtehenden Vocale einen Mittel⸗ oder Doppel⸗ laut bildet, und das zweite für ſich als i oder wie ein deutſches j nachklingt: pays iſt alſo anzuſehen, wie pai⸗-is, loyal aber, ſowie payer, fuyait gleich loi-ial, fui-iait. Ausnahmen ſind folgende Eigennamen, in welchen es als bloßes i gilt: Mayence, Mayenne, Cayenne, Bayard, Bayeux, Bayonne(jedoch baionnette), Biscaye, Lucayes; ebenfalls in bayadère; boyard. Dagegen hört man in alléluia förmlich uiria.
Doppellaute oder Diphthongen.
Zwei einfache Vocale können entweder ſo zuſammentreten, daß ſie an ihrer Reinheit nichts verlieren, wie bei ja, im Franzöſiſchen bei pied, Dieu, miel, wo das i nur an ſeiner Länge etwas verliert²); oder aber die beiden Vocale ſind die Darſtellung eines der Sprache eigen⸗ thümlichen Doppellautes; ſowie im Deutſchen ei, eu, ſo bildet im Franzöſiſchen oi einen wirk⸗ lichen Doppellaut, der in der erſten Sylbe von Quaderſtein hörbar iſt. Beiſpiele: loi, moi, rois, toit.
Anmerk. Bei der alten Orthographie ſindet man Wörter mit 06 geſchrieben, welche jetzt richtiger mit ot geſchrieben werden, ſo boëte, poële, coëffe. Jetzt noch moölle.
1) Ich kann der Angabe des Hrn. Diez(I, 408) nicht beiſtimmen, nach welcher der Poſitionsvocal é in jeder Stellung von dieſem Geſetze ausgenommen ſein ſoll, und ſpreche, ungeſchadet der Länge, préte, fête, prêtent, wie d, wie é dagegen, des verſchobenen Tons wegen, pröéter, fété, prétais u. ſ. w.
2) Die vorkommenden Fälle, bei welchen e vor a und o ſteht, berechtigen keineswegs dazu, ea und eo zu beſonderen Diphthongen zu ſtempeln; denn in mangea, gedôle, ſowie in morceau, arceau, wird das e nur als erweichend eingeſchoben; bei gageure iſt auch die Endung nicht eure, ſondern ure. Etymologiſch richtig iſt es jedoch bei George und Jean(alt Jehan). 2


