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starken, michel unde lanc, gelich eime scharphen swerte, vil lieht unde breit“ näher auf die Bank heranzieht(272, 6.). Auf Kriembildens Frage. ob er bekenne, Siegfried erschlagen zu haben, gesteht Hagen den Mord, ergibt sich in sein Schicksal und die Königin kündet ihm(swaz im dä von geschiht, daz sol mir sin unmaere) den Kampf auf Tod und Leben an. Dieser bricht aber nicht sofort aus, denn keiner der Hunnen, die herumstehen, getraut sich die beiden Helden anzugreifen: Hagen mit seinem Balmung und Volker mit seinem Schwertfiedelbogen flössen ihnen grossen Respect ein, besonders der letztere, vor dem sie schon früher Kriemhilde gewarnt hat:
„Swie starc unt swie küene der von Tronege si, noch ist verre küener, der im daà sitzet bi, Volkêr der videlaere: der ist ein übel man“(270, 3).
und einer der Hunnen äussert sich:
„Der mir gaebe türne von rôtem golde guot, disen videlaere wolde ich niht bestän, durch sine swinde blicke, die ich an im gesehen hän.“(274, 2)
Nachdem die rheinischen Gäste von Etzel freundlich empfangen worden, werden sie zur Herberge geleitet; der Spielmann droht vorher den Hunnen, die sich herandrängen, und rät ihnen, sich zurückzuziehen, sonst würde er etlichen unter ihnen„so schweren Geigenschlag“ schlagen, dass ihre Freunde darüber zu weinen hätten.(278, 3. 4.)
Die Burgunden haben sich nun müde und voll banger Ahnung im weiten Saale zur Ruhe niedergelegt. Es ist am Abend vor dem Ausbruch des Kampfes. Nur Volker und Hagen versagen sich den Sehlaf und Wache haltend stehen die beiden Helden im Dunkel der Nacht vor dem Saale. Da lehnt Volker seinen Schild an die Wand, holt seine Geige und sbielt die Burgunden in Schlaf. Stark und ermutigend erbrausen anfangs seine Weisen, dass das ganze Haus ertost, dann erklingen sie süsser und sanfter, bis all die Helden drinnen in Schlummer gesunken sind; nun nimmt er wieder den Schild zur Hand und hütet ihrer in Treue:
Under die türe des hüses saz er üf den stein: küener videlaere diu sunne nie beschein.
Dô im der seiten doenen sô suozlich erklanc, die stolzen ellenden sagten im des grôzen danc.
Do klungen sine seiteu, daz al daz hüs erdôz:
sin ellen zuo der fuoge, diu waren beide groôz. senfter unde süezer videln er began:
do enswebter an dem bette vil manegen sorgenden man.


