Aufsatz 
Schluss des alten und Eröffnung des neuen Gymnasiums in Elbing / von Oberlehrer Anger
Entstehung
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XIV

dass ein grosser Theil derselben in einer hierzu wenig geeigneten Treppenkammer bei Seite gestellt wurde. Als es zum Ueberzuge nach dem neuen Gymnasial-Gebäude kam, fanden sich Glas und Ramen vieler beschädigt und zerbrochen, die Blätter selbst durch lange aufgesammelte Staub-, Schmutz- und Stockflecke arg entstellt und es war hohe Zeit, dass für die Herstel- lung und Conservirung derselben etwas Durchgreifendes geschah. Nach Erwägung aller Um- stände schien es am rathsamsten, alle Kupferstiche aus den Rahmen zu nehmen, von der Glas- bedeckung(zu der ohnehin ein sehr schlechtes Material verwendet war) zu befreien und sie forthin in einer Mappe aufzubewahren, wo der Einwirkung des Staubes und der Feuchtigkeit besser gewehrt werden könnte. Sobald dies geschehen, die erste Reinigung vorgenommen und eine übersichtliche Ordnung hergestellt war, wuchs das Interesse an dem bis dahin vernach- lässigten Schatze in dem Maasse, dass wir uns entschlossen, durch Anwendung aller Mittel, welche Kunst und Wissenschaft darbieten, namentlich auch durch Anwendung von Chlorwasser- bleiche, die Restauration jedes einzelnen Blattes nach Möglichkeit anzustreben. Den mühe- vollen hierzu erforderlichen Arbeiten unterzog sich College Capeller mit Geschick und rühm- licher Ausdauer. Weitere Beschäftigung mit der auf diese Weise hergestellten schönen Samm- lung zeigte, dass bis auf 4 Nummern alles beisammen ist, was in der Schrift Recueil d'estampes d'après les plus celèbres tableaux de la galerie royale de Dresde, Vol. 1. 2, Dresden 1753 und 1757 hervorgehoben und beschrieben ist, im Ganzen 96 Nummern.