Aufsatz 
Zu Platons Apologie und Kriton / Eduard Goebel
Entstehung
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wesen. Verlangt einer mich reden zu hören und wie ich des Amtes walte( à́αν⁵oP rr- roycoc), das der delphische Gott mir übertragen, jung oder alt, so habe ich das nie einem ver- wehrt; und nicht etwa für Geld halte ich meine Unterredungen(deασmνναεα), sondern jedermann, arm und reich, kann hören Alles was ich sage(y ày Xe). Keinem habe ich je irgend eine Wissenschaft insbesondere(ddia) versprochen oder darin Unterricht erteilt. Darum bin ich also auch nicht verantwortlich dafür zu machen, was aus diesem oder jenem(z. B. Kritias und Alcibiades) geworden ist.

Hiernach ist klar, dass zu verbinden ist x παε τνα ταvt α⁵ρεέρν E,αοτ‿ιν... A 105 8ty y Ay XET(i. e. Gote EXε0 24,05 àA*bty). Die Konstruktion ist dieselbe wie z. B. bei Xen. Cyrop. VIII, 1, 5. α̈ρ έέννσ TLαα ακ εο˙οσ μ/⁷⁶ιααα KG%;, 5, rI Ay ds(ji. e. Gars adroy y 7u*).

Dieser Gebrauch des Zeitworts xapé*ewy ist sehr häufig, z. B. Phaedr. p. 228 E b.apGv 092 EhsXsrAy ⁴ρεα5(i. e. Gots 0 8y OI S eXeräv, wie das folgende y 00¹ α ι1Gε, ναανεννοε zeigt); Protag. 312 C Nerc T SbN-hv Thy G O αραενy Sεναmακναα& operh. Nicht selten auch fehlt in dieser Redewendung das Reflexivum, so dass xαeρςερεν als intransitivum erscheint, z. B. Gorg. 456 B) tsbty 7 va⁴οασι⅓ ꝙ˙να⁵☚ρᷣοmey(sc. 8anrdv) r larah. Ebenso Gorg. 480 C und D und besonders Protag. 348 A, eine Stelle, die für die unserige von Wichtigkeit ist: zàvν e, S00+ Ert SporAv, Erotp elhi Got(Sc. 2αοντ aρε⁵εα Aπσmμm ν 6. vO&, 2Ay E B00, 35 SOI ⁴οωνκα (Sc. dao⁶ν)... TO5 TeNo Sxrdstyor(Inf. des Zweckes).

Aber die Verbindung der beiden Infinitive 2œοrav A drobety, welche beide in gleicher Weise von xaρεέν.ανο᷑νιυον abhängen sollen, halte ich für unthunlich. Es müsste doch, wenn ein klarer und richtiger Gegensatz sich ergeben soll, an unserer Stelle m. E. notwendig heiszen rονtvo- L y o(oder allenfalls axαονmυν⁶νεν(σοv), nicht dτπαατκρμνννμμενννονοα denn die beiden Wörter axαοπηmνέν⁶ισνκν deνηοενν gehören begrifflich enge zusammen und bilden verbunden den Gegensatz zu poräy; nicht fragen und hören, sondern fragen und antworten sind richtige Gegensätze. Diese Schwierigkeit wird dadurch nicht beseitigt, dass man sagt(Engelhardt, Ludwig, Wohlrab, Cron), axοοειν μ ν X/ο sei doppelt zu denken, sowohl zu oöxvyrat als zu xνσμέ⁵μ ανυε(= Tol dnObety y Ay X6*0, 2äv tic BobNIT AOSPtY 6H.vO Arοοειυ*); denn àmπα νένενοςα, das doch nur zu Bobxntrar gehören kann, bleibt störend; auch lässt sich das von Engelhardt angeführte Beispiel Lach. 179 A (Avevονι οανταοοςα αν 5 XOvtat rotsy), dergleichen sich Dutzende beibringen lieszen, mit dem vor- liegenden gar nicht vergleichen.

Diese in dem σσανρεν⁶νενος liegende grammatische Schwierigkeit hat, glaube ich, Veranlassung gegeben zu der Lesart 225 8t, der auch Schleiermacher folgt, wenn er übersetzt:sondern auf gleiche Weise stehe ich dem Armen wie dem Reichen bereit mich zu fragen, und wer da will, kann antworten und hören was ich sage.

Auch diejenigen haben m. E. jene grammatische Schwierigkeit mit Recht gefühlt, welche mit, Beibehaltung des Infin.&xobsty die Stelle so interpretieren, dass sie zu dem ganzen Satze zat y tic Bob5XTat A& y 6bL.VOC A/οενν ν àν ¼εέιο, worin der Nachdruck auf xοννρσυνμεκνοα zu legen wäre, noch einmal das blosse xeνεέι αονπ denken, so dass zal= und auch sein würde. So übersetzt Marsil. Ficinus:sed pariter diviti atque pauperi interrogandum me praebeo; ac etiam, si quis respondendo audire velit quae dico.