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beschränken, als die Literatur über Virgil den Zauberer bereits sehr reichhaltig ist 175).
Für die gemeinnützigen Kunstwerke Virgils in Neapel konnte der Glaube an die wohlthätige Wirkung der Grabstätten vorzüglicher Menschen von Einfluss sein. Auf dem Pausilipo zeigte man früher nahe beim Dichtergrab ein Kapellchen, wo Vergil die Messe gehört habe 18). Die Wunderdinge dagegen, die der Zauberer in Rom vollbracht, sind meist auf, die Sicherung des Bestandes der römischen Weltherrschaft berechnet, stehen also der historischen Bedeutung des Dichters näher. In Rom freilich begeht er auch den schlimmsten seiner Streiche, der ihn den vielgefoppten Vaganten nahe stellt und zu einem Gegenstande der Schwankdichtung macht. Virgilius bewirbt sich um die Gunst einer Dame, die ihn an ihr Haus kommen lässt und in einem Korb emporzieht, um ihn zum Gespötte für den nächsten Tag in freier Luft hängen zu lassen. Die Schöne wird einmal Liegart, einmal Atanata genannt, auch als Kaisertochter bezeichnet. Das Geschichtchen erlangte auch in Deutschland solche Beliebtheit, dass man den Korb unglücklicher Freier im Sprichwort davon hat herleiten wollen 181); in seinen Hauptzügen wird es auch auf Hippokrates übertragen. Ein Gegenstück
bildet die Erzählung von Aristoteles, den als greisen Murrkopf die schöne Phyllis um-
11*) Deutsch: F. v. d. Hagen, Briefe in die Heimath, Bd. II u. III. Ders., Erzählungen u. Mährchen, 1, 153. Ders., Gesammtabenteuer, Bd. III. Grässe, Lehrbuch einer allg. Literat. Gesch., II. Görres, die deutschen Volksbücher, 225. Dobeneck, des deutschen M. A. Volksglauben u. s. w., I, 188. Val. Schmidt, Beitr. zur Gesch. der romant. Poesie, S. 129. Zappert, die mehrgenannte Schrift. Massmann, Kaiserchr III, 433(reich an Nachweisen). Roth in Pf. Germ. IV, ordnend und zusammenfassend. Einzelnes gibt F Liebrecht, auf dem Erzahlungsgebiet so sehr heimisch. Ferner: Siebenhaar, de fabulis quae med aetate de Virg. circumfereban- tur(kenne ich nicht, nach Massm. unbedeutend). Französisch: Faiets marveilleux de V.; existirt in 8 Ausgaben; s. Brunet, manuel du libraire, II, 247.— Artikel Virg bei Bayle.— Naudé, Apologie pour les grands hommes accusés de magie.— Edeléstand du Méril, de V. l'enchanteur, in mélanges archéol. et litt., Paris 1850(sehr schatzbar).— Englisch: This boke treateth of the lyfe of V. and of his deth cet.(Ant- werpen 1510), deutsch von Spazier: Altengl. Sagen u. Mahrchen, Braunschw. 1830.— Italianisch: Buo- namente Aliprando(† 1414), Chron. v. Mantua, bei Murat. antiqq. itol. med. aevi, V, 1078— Danisch u. isländisch, s oben.
¹**) Gegenwartig sieht man bier den von den Juden in Neapel für ihre Angehörigen angelegten Be- gräbnissplatz, unmittelbar neben dem Grab Vergils das einer in Neapel verstorbenen Frankfarterin.
¹*!) Hagen(Gesammtabent. III, CXLIV.) halt die Ableitung vom Schandkorb, den das deutsche Volksrecht zur Bestrafung von Gartendieben verwandte, für wahrscheinlicher.
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