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1710) den Gang der Geschichte ein; Paul Fleming ¹³¹) verwendet sie dichterisch, und Megerle(Abraham a Santa Clara) sagt 1¹²) zu Ende des 17. Jahrh.„zum vierten und letzlich die Römische Monarchie, in dero bereits den Scepter führet Leopoldus primus.“ Noch fester stand am Ausgang des Mittelalters die Meinung, die Königshofen(T 1420) ausspricht: Rom, da ez(das Reich) ouch noch ist und bliben sol un= an den jungesten tag. Dante, der im Buch de monarchia den Grundgedanken am strengsten entwickelt, bringt die Aeneis mit den christlichen Urkunden in Parallele. Und so gelangte Vergil bei stätem Fortschreiten der Meinungen in genauester Folge zu einer Stellung, die sich der beschauliche Dichter nie hätte träumen lassen: er wurde zum Führer durch das Chaos irdischer Bestrebungen in der Hölle und im Läuterungsraum, zum Vertreter der weltlichen Belehrung, der Vernunft im Staatsleben. Einen Versuch, Vergils Gedicht im Sinne historischer Auffassung zu ergänzen, machte um 1440 Maphaeus Vegius von Lodi, päpstlicher Secretarius und Verfasser frommer Bussspalmen; er bezieht in einem gutgeschriebenen dreizehnten Buch der Aeneis 133) dieselbe noch entschiedener auf die Weltstellung der ewigen Stadt.
Schloss die deutsche Weltherrschaft sich an Cäsar an, so wusste man auch mit Beseitigung des geschichtlichen Verhaltes eine Verbindung zwischen ihm und den deutschen Stämmen herzustellen. Die Kaiser umgaben sich mit germanischen Leib- wachen, sie verwandten bald auch germanische Heere zur Kriegsführung. Beides wurde auf ihren Ahnherrn zurückbezogen. Als Cäsar sein Reich begründet hatte, beschlossen die Römer, er sei künftig mit Ihr statt mit Du anzureden, da er die getrennten Gewalten in sich vereinte 12¹). Sogleich befahl er, dass die Sitte bei seinen treuen Helfern, den Deutschen, ehrenhalber allgemein eingeführt werde,„wan vor der
zeit niemand nie geirzet ward“ ¹³8).
12¹) Assur ward zu Theil den Persen, Dis den Griechen; auf den Fersen Folgte nach die ew'ge Stadt. (Klage um Tim. Poli Töchterlein.)
¹2²)„Auf, auf ihr Christen“ u. s w.; Wienn 1683.
12²) Probably, the best versification before Politian; Hallam, Introd. to ihe Literature of Europe, I, 197.
¹²⁴) Sie irzeten den Herrn; s. Kaiserchr. 525.
12⁵) Ulr. Fürterers Chron., Massm. III, 527. Im Aunolied: den sidde hiez er duo zérin diutischi liute lerin.
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