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seinen Ursprung verdanken mag, als altes Participium aufgefasst, dem der veränderte Accent dem Gebrauche gemäss nominalen Charakter aufgedrückt hat, einer lebendigen An- schauung wiedergewonnen.
2. Indess für die Beobachtung der in lebensvoller Entwickelung begriffenen Sprache haben die wenigen zu Substantiven gewordenen Participia kaum ein anderes als antiqua- risches Interesse: sie weisen uns in eine sehr frühe Periode zurück, in welcher einfache Verhältnisse durch die einfachsten Mittel ihren Ausdruck empfingen. Gerade mit dem Auf- geben einer hier nur heschränkenden Selbständigkeit und durch den Anschluss an die den Satz beherschenden Nomina, deren feinere und wechselnde Beziehungen sie anzudeuten bestimmt sind, treten die Participia in ihr eigentliches Lebensgebiet. Auf diesem aber er- gibt sich alsbald jener bereits bemerklich gemachte Unterschied: ob der Anschluss des Par- ticipiums an das Substantivum ein so vollständiger ist, dass es in der Bezeichnung von des- sen Eigenschaften oder Zuständen seine Wirkung erfüllt hat(a djectivischer oder attri- butiver Gebrauch), oder ob es in der Anlehnung an dasselbe an der durch den Satz selbst bewirkten Aussage seinen selbständigen Antheil nimmt(prädicativer Gebrauch) ⁵).
Wenn nun vorhin der griechischen Sprache im Allgemeinen die grösste Freiheit in der letzteren Verwendung des Participiums und damit ein weit reichender Vorzug, na- mentlich vor unserem deutschen, zuerkannt ist, so gilt dies schon im höchsten Grade und weitesten Umfang von der Sprache der homerischen Poesie. Für die Beurtheilung des Ver- hältnisses zwischen dem zwiefachen Gebrauche, von dem hier die Rede ist, führen wir nur im Ganzen das gleichsam statistische Ergebniss unserer Beobachtung an: dass Participia in
rgos êutros, locus depressus erklären, weil nicht der Boden sich gesenkt hat, sondern das Wasser zurückgetreten ist.— Hesychius führt auch ein Masculinum ausrdn, mit der offenbar schwankenden Erklärung wiresor, Aor, Soravdd, an; woraus nichts andres zu schliessen ist, als dass das Wort, als ursprüngliches Participium' auch adjectivisch gebraucht zu sein scheint. *) Ein Beispiel stellt am einfachsten die Bedeutung dieses Unterschiedes ins Licht: 5 9. de tlmd odkzos alle reruputror ud5 ⸗oT⸗ ε⁴εινο ννναμοιmφ, O0ααοαυνιο Errοαυοοο, Taν τm–or von den 4 Participien dieses Satzes sind 2. und 4. zeruputror und angcror rein adjectivisch (aAttributiv), Bezeichnungen, die ganz abgesehen von dlieser Aussage dem dzos zukommen; ⁴⁵α aber und ⸗efueyoy stehen prädicatlv: denn sie führen die Umstände eben dieses Vorgangs aus, das eine in Bezug auf das Verhalten des Subjects, das andere des Objects. Oder man vergleiche% 531. mert raεdναμςα Tε⁴οι Ter⸗ mit Vs. 535. rie raν εεεινααι ουέ⁵⁴³ας πμινη ο⁸⁵αmς. Das mewrautras gibt prädicativ den jetzt zu bewirkenden Zustand der Pforten an, während das iue „0s doagutas ihre auch sonst vorhandene Beschaffenheit attributiv ausführt. Die attributiven Parti- cipia sind für die Bedeutung des Satzes als solches zu entbehren; die prädicativen machen ein
wesentliches Moment desselben aus. 2*


