ihr danke; Mit reichlichem Geweb' lass sie den Stamm umstricken, Doch so nicht, dass der Stamm muss unter'm Schmuck ersticken.«— 8) Welche Vorzüge hat Antonio vor Tasso?— 9)»Ein edler Mensch kann einem engen Kreise nicht seine Bildung danken; Vaterland und Welt muss auf ihn wirken«(Goethe, Tasso).— 10)(Classenarbeit für I a. und b.) Worin liegt die Schwierigkeit, die Handlungen Anderer richtig zu beurtheilen?— 11)»Frieden bewahr' in Dir und Frieden hast Du mit Andern; Nur aus dem eignen Gemüth trägst Du den Streit in die Welt.«— 12) Naturwahrheit und Volksthümlich- keit in Goethe's Götz von Berlichingen.
In I b: 1) Der Krieg als Feind und als Freund der
Künste.— 2) Woher kommt es, dass wir ge- wöhnlich das Leben und die Thaten Alexander's d. G. mit grösserer Theilnahme begleiten als die seines Vaters Philipp?— 3) Durch welche Um- stände wurde der Widerstand des deutschen Reiches gegen die widerrechtlichen Angriffe Ludwig's XIV. gelähmt?— 4) Classenarbeit wie in a.— 5) Metrische Uebertragung der Horazischen Oden J, 29(alcäisch) und I, 32(sapphisch).— 6)»Ent- zwei und gebiete« tüchtig Wort:»Verein' und leite« bessrer Hort!— 7) Welche Lehre liegt in den Worten des Matthias Claudius:«Zerbrich den Kopf dir nicht zu sehr, Zerbrich den Willen, das ist mehr.“— 8) Welche nachtheiligen Folgen hatte die Einsamkeit für Tasso?— 9) Ueber die Bedeutung des Wahlspruchs Priedrich's des Grossen:«Toujours en vedettel? 10) Classen- arbeit wie in I a.— 11) Was ist von dem Spruche:«Ende gut, Alles gut» zu halten?— 12) Charakter Tellheim's in Lessing's Minna von Barnhelm. Director Dr. Schwartz. Abiturienten-Aufsatz im Frühjahr 1870: Welcher Trost und welche Mahnung lässt sich aus den Worten des Prologs zum Wal- lenstein entnehmen:»Wer den Besten seiner Zeit genug gethan, der hat gelebt für alle Zeiten«?
2. Lateinische Sprache.
VI. 9 St. Die regelmässige Formenlehre nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert, eingeübt durch mündliches und schriftliches Uebersetzen der lateinischen und deuts chen Uebungsbeispiele aus Spiess' Uebungsbuch für VI, Cap. I= XXV. Alle 8 Tage Exerc. scholast.
Adam.
V. 9 St. Wiederholung der regelmässigen Formen- lehre; unregelmässige Formenlehre nach Madvig- Tischer und die wichtigsten Regeln der Syntax nach Spiess' Uebungsbuch für V. Mündſiches und schriftliches Uebersetzen sämmtlicher Uebungs- stücke. Memoriren von lateinischen Fabeln und Erzählungen. Wöchentlich ein Exercitium schol.
Voigt, Caplan.
IV. 9 St.
a) Lectüre: Cornel. Nep. Epaminondas, Pelopidas,
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Miltiades, Themistocles, Aristides, Pausanias, Cimon, Lysander, Alcibiades, Agesilaus.
b) Grammatik: Satztheile und Rection der Casus; Lehre vom Gebrauch der Tempora des Verbi; Consecutio temporum; Memoriren der bezüg- lichen Exempla syntaxeos; mündliche und schriftliche Uebungen nach Spiess' Th. III, bis§. 576; wöchentlich ein Exercitium scholasticum.
Weinmann. III b. 10 St.
a) Prosaische Lectüre: Caes. de bell. Gall. 1, 1— 29. II. III, 1—16. 4 St.
b) Grammatik: Spiess' Regelsammlung§. 648 bis zu Ende und§. 380 bis 467, mit mündl. und schriftl. Uebersetzen aus Spiess' Uebungs- buch 3. und 4. Theil. Wöchentlich ein Exerc. schol. nach Dictaten. 4 St.
Büsgen.
c) Poetische Lectüre: Siebelis' Tiroc. poet. I, 1. 2. 4, 1— 40. III, 1— 12. 2 St.
Ammann, Gymnasiallehrer. III a. 10 St.
a) Grammatik: Die Lehre von den Casus, Tem- pora und Modi, nach Madvig-Tischer, eingeübt durch Exercitia dom. aus Spiess' Uebungsbuch für III. und ein wöchentliches Exerc. scholast. nach Dictaten. 4 Std.
b) Prosaische Lectüre: Caes. bell. Gall. II. III. IV. V. VI, 1— 30. Uebungen im Retrovertiren. 4 Std.
Otto.
c) Poetische Lectüre: Auswahl aus den Metamor- phosen des Ovid nach Siebelis(2. 3. 4. 22.) 2 Std.
II b. 10 St.
a) Grammatik. Die Lehre von den Tempora und Modi nach Madvig's Grammatik.(Synt. Abschn. II. Capp. I—VII.) 1 St.
b) Wöchentliche Exercitien und Extemporalien aus Süpfles Aufgaben für obere Classen Abth. I. 2 St.
c) Prosaische Lectüre: Cic. de imp. Cn. Pompei; Liv. I.— Privatim: Cic. Cat. I. III. IV.
5 St. Bernhardt, Professor.
d) Poetische Lectüre: Vergil. Aen. I. und II.
Ausgewählte Stellen wurden memorirt. 2 St. Im Sommer: Bogler, nachher Schwartz;
im Winter: Bogler, nachher Kegel. II a. 10 St..
a) Prosaische Lectüre: Cic. orat. pro Milone 1— 24; Liv. lib. VI, 34— 42, VII, 1—42.— Privatim: Cic. pro Milone 25— 36; Liv. I, 1— 20. 5 Std..
b) Grammatik: Madvig§. 334— 496, Satzverbin- dung, Wortfolge, Stellung der Sätze, besondere Unregelmässigkeiten, Gebrauch des Pronomens, eingeübt durch Uebersetzen aus Süpfle's Auf- gaben, 2. Theil. Exercitien, kleine Auf- sätze. 2 St.
Bogler, nachher Kegel.
Seyberth, Oberlehrer. c) Poetische Lectüre: Vergil. Aen. I, III und V. 2 Std.
Bogler, nachher Kegel. 3


